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Brautjungfern mit bunten Kleidern

Dresscode für die Hochzeit: Was darf ich als Gast tragen?

Sie sind bald auf eine Hochzeit eingeladen? Dann sollten Sie sich am besten schon mal Gedanken über das passende Outfit machen. Doch was darf man bei einer Hochzeit eigentlich anziehen? Welche Kleider, Farben oder Anzüge gehen und welche gar nicht? Schließlich sollen Braut und Bräutigam an diesem Tag im Vordergrund stehen. Die Hochzeitsgäste tragen auch mit ihrer Kleiderwahl einen wichtigen Teil dazu bei, dass das so ist. Wichtigste Grundregel: Niemand sollte am schönsten Tag ihres Lebens schöner aussehen als die Braut selbst. Deshalb ist es eher keine gute Idee, erst am Morgen der Hochzeit das Outfit zu checken. Wir haben Ihnen einige Tipps und Ideen zusammengestellt, wie Sie beim Hochzeitsknigge mit Ihrem Outfit auf jeden Fall richtigliegen.

Brautjungfern mit bunten Kleidern

Was sagt der Hochzeitsknigge zum Dresscode? Mit unseren Tipps sind Sie für die nächste Hochzeit als Gast garantiert schick und angemessen gekleidet. (© prescott09 – stock.adobe.com)

Kleiderordnung: Die Einladung kann Hinweise geben

Die Hochzeitseinladung kündigt nicht nur den Ort der Trauung an, sondern gibt in der Regel auch schon Hinweise auf einen Dresscode zur Hochzeit. Wer sich als Brautpaar hier noch keine Gedanken darübergemacht hat, sollte das am besten jetzt tun, damit es nicht zu Verwirrungen kommt oder nicht alle Hochzeitsgäste die gewünschte Kleiderordnung mitbekommen. Doch wie formuliert man eigentlich einen Dresscode bzw. wie versteht man die gängigen Bezeichnungen? „Festliche Garderobe“ ist beispielsweise ziemlich ungenau, weshalb wir bei der Gestaltung des Einladungstextes eher von dieser Formulierung abraten. Hier eine kleine Entschlüsselung der Dresscodes:

  • Casual: Freizeitkleidung (z.B. Turnschuhe, Jeans etc.)
  • Smart Casual: Freizeitkleidung mit Businesslook (gedeckte Farben und Bluse statt T-Shirt)
  • Smart Casual Plus: Gehobene Kleidung (auch Abendgarderobe geht hier)
  • Business Casual: Büro-Styling (Eher selten bei Hochzeiten)
  • Informal: Abendgarderobe

Wenn sich auf der Einladung Hochzeit kein Hinweis auf den Dresscode findet und Sie sich unsicher sind, was Sie anziehen sollen, fragen Sie am besten das Brautpaar oder nahe Verwandte, die mit der Organisation der Hochzeit vertraut sind. Egal, wie die Kleiderordnung ausfällt, letztendlich müssen Sie ein Outfit wählen, in dem Sie sich wohlfühlen und in dem Sie auch die ganze Nacht durchtanzen können.

Was trägt sie – was trägt er?

Wenn keine Kleiderordnung vorgegeben ist, dann sind Damen mit einem fröhlichen und eleganten Cocktailkleid immer bestens ausgestattet. Auch ein schickes Kostüm kann hier gewählt werden. Eine hautfarbene Strumpfhose sollte bei allen Rock- oder Kleidvarianten auf jeden Fall mit eingeplant werden. Mit einer Stola oder einem Bolero-Jäckchen sind Sie bestens ausgestattet, falls es am Abend etwas frischer werden sollte. Mittelhohe, geschlossene Pumps in einer gedeckten Farbe passen fast zu jedem Outfit. Auch für die Herren unter den Hochzeitsgästen gilt: Der Bräutigam darf in seiner Eleganz nicht übertroffen werden. Ein lässiger Anzug, vielleicht in blau oder dunkelgrau, ist hier genau richtig. Kombiniert werden kann er mit einem hellen oder dezent gemusterten Hemd und einer passenden, zurückhaltenden Krawatte. Dunkle Lederschuhe und ein hübsches Einstecktuch runden den Hochzeitslook gekonnt ab.

Hochzeitsgesellschaft springt hoch

Für Männer und Frauen gibt es unterschiedliche Dresscode-Tipps, damit sie auf der Hochzeit richtig angezogen sind. (© Halfpoint – stock.adobe.com)

Hochzeitsknigge und No Gos: Sind schwarz und weiß erlaubt?

Diese Frage beantworten wir am besten kurz und knapp: Nein, schwarz und weiß sind als Farben für die Hochzeitsgäste tabu. Das größte No Go daneben ist, sich nicht an einen vorgegebenen Dresscode für die Hochzeit zu halten. Für Damen gilt zudem, je nach Hochzeit und Brautpaar:

  • keine Jeans & kein Minirock
  • kein allzu tiefes Dekolleté & keine durchsichtigen oder brauchfreien Blusen
  • keine gemusterten Nylon- oder Netzstrümpfe
  • kein Disco-Make-up

Die Herren der Schöpfung sollten ebenfalls einige Punkte beachten, die bei der Outfitwahl für die Hochzeit auf gar keinen Fall gehen:

  • keine knalligen Farben
  • keine Jeans und kein Lederoutfit
  • keine allzu stark gemusterten Krawatten
  • keine Sandalen, Turnschuhe oder Stiefel

In der Regel gilt außerdem: Je mehr sich Herren und Damen bei der Farbwahl zurückhalten, desto besser. Wählen Sie dezente Töne oder greifen Sie höchstens zu einigen knalligen Accessoires. Übrigens sind auf deutschen Hochzeiten Hüte wenig beliebt, denn sie gelten als absoluter Blickfang und stehlen womöglich dem Kopfschmuck der Braut die Show. Möchten Sie trotzdem einen Hut tragen, stimmen Sie das zuvor mit dem Brautpaar ab.

Dresscode für Kirche und Standesamt

Je nachdem, ob die Trauung in einer Kirche oder im Standesamt stattfindet, sollten Sie unterschiedliche Dinge für den Dresscode beachten. Während die Trauung im Standesamt in der Regel lockerer gestaltet ist und auch die Kleiderordnung weniger streng ist, können Sie gerade bei einer katholischen Hochzeit unangenehme Blicke ernten, wenn Sie zum Beispiel zu freizügig unterwegs sind. Allzu kurze Kleider und nackte Schultern werden in vielen Gegenden als Respektlosigkeit gegenüber den kirchlichen Gebräuchen empfunden, weshalb Sie bei einer Sommerhochzeit in jedem Fall ein Jäckchen für die Schultern bereithalten sollten. Dieses ist unabhängig von der Glaubensrichtung immer hilfreich, wenn es sich um ein altes Backsteingebäude handelt. Hier drin kann es auch an heißen Tagen sehr kalt sein und es wäre ja unschön, sich hier noch vor der Feier zu erkälten. Ein langes Tuch kann ebenfalls dezent umgeworfen werden und am Abend vor Kälte schützen.

Hände von Braut und Brautjungfern

Die Braut steht immer im Mittelpunkt. Das sollte auch bei der Kleiderordnung gelten. (© nataliakabliuk – stock.adobe.com)

Location und Jahreszeit haben Einfluss auf die Kleiderwahl

Strandhochzeit oder freie Trauung auf dem Schloss? Je nach Hochzeitslocation kann das Outfit und der Dresscode für die Hochzeit unterschiedlich ausfallen. Auf einer Hochzeit am Strand empfehlen sich beispielsweise eher flache Schuhe, die bei Bedarf schnell mal ausgeschüttelt und vom Sand befreit werden können. In einer bergigen Region und bei einer Hochzeit auf der Wiese empfiehlt sich eher festes Schuhwerk. Falls Sie sich nicht sicher sind, welcher Untergrund vorhanden sein wird, fragen Sie auch hier einfach nach. Findet die Hochzeit im Frühling oder im Herbst statt, sollten Sie besser ein Kleid wählen, das auch bei etwas Wind an seinem Platz bleibt und eventuell einen Regenschirm in der Handtasche oder im Auto dabeihaben. Für den Hochsommer kann ein kleiner Sonnenschirm ein hilfreiches Accessoire sein. Im Winter sollten Sie idealerweise ein 3-Schicht-System bevorzugen: zum Beispiel ein Kleid, eine Strickjacke und darüber einen Mantel.

Weitere Tipps rund um die Kleiderwahl

Sie haben das richtige Outfit gefunden, das auch perfekt zum Dresscode der Hochzeit passt? Dann haben wir noch ein paar letzte Tipps parat, damit Sie am Hochzeitstag rundum gut ausgestattet sind. Nehmen Sie, gerade wenn Sie Pumps zu Ihren Outfit gewählt haben, auf jeden Fall ein paar flache Ersatzschuhe mit. Wenn der Abend lang wird, soll er Ihnen ja nicht durch schmerzende Füße versaut werden. Sind Sie als Trauzeugin auf die Hochzeit eingeladen? Dann stimmen Sie sich farblich am besten mit den Brautjungfern und vor allem der Brautmutter ab, damit es auf den Fotos nicht zu unschönen farblichen Verstimmungen kommt.

Übrigens: Die männlichen Hochzeitsgäste dürfen Ihr Jackett erst dann ausziehen, wenn der Bräutigam selbst das Jackett auszieht. Behält er es die ganze Zeit an, dann müssen auch die Gäste weiter schwitzen. Das Jackett sollte man dann, falls vorhanden, an der Garderobe abgeben und es nicht über den Stuhl hängen.

Junge Braut mit geflochtenem Kranz aus Blumen

Brautfrisuren 2016: Inspiration für Ihre Traumhochzeit

Sie kommen noch in diesem Jahr unter die Haube und suchen nach Inspiration für Ihre Hochzeitsfrisur? Dann werden Sie hier sicher fündig: Wir stellen die schönsten Brautfrisuren für 2016 vor. Ob für kurze oder lange Haare, aufwendige Hochsteckfrisuren oder schlichtes Styling, mit Schleier oder ohne – hier ist für jeden Typ und jeden Stil etwas dabei. Das Gute daran: Viele Trends lassen sich mit etwas Geschick oder der Hilfe einer Freundin ganz einfach nachstylen.

Brautfrisuren-Trends 2016 (Foto © teksomolika / Dollar Photo Club)

Brautfrisuren-Trends 2016 (Foto © teksomolika / Dollar Photo Club)

Brautfrisuren-Trend geflochtenes Haar (Fischgrätenzopf)

Bei der Suche nach der passenden Brautfrisur 2016 kommen Bräute nicht an der Flechtfrisur vorbei. Diese taucht in allen möglichen Variationen auf: Als Hochsteckfrisur mit Flechtelementen, als französischer Zopf oder ein im offenen Haar eingearbeiteter Fischgrätenzopf – der Fantasie und Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Das Praktische: Sie können die verschiedenen Flechtfrisuren auch zu Hause selbst ausprobieren, um zu sehen, ob Ihnen der Look steht. Online finden Sie viele verschiedene Tutorials zu Frisuren zum Selbermachen, wie zum Beispiel hier das Video mit Anleitung für den wunderschönen Fischgrätenzopf mit Zwirbeltechnik:

Hochzeitsfrisur mit Blumen

Was schon 2015 angesagt war und auch bei den Brautfrisuren 2016 absolut im Trend liegt, sind Hochzeitsfrisuren mit Blumenaccessoires. Ob in einer Hochsteckfrisur oder in einem Dutt, Blumenkränze im Haar sehen bei Bräuten einfach hinreißend romantisch aus. Sie können diesen Brautfrisuren-Trend ideal mit einer Flechtfrisur kombinieren. Kleine zarte Blumen werden einfach im geflochtenen Zopf zwischen die Haarpartien gesteckt, das verleiht einen wunderbar sommerlichen Look. Wer einen Blumenkranz bevorzugt, kann diesen auch selber basteln: An einem Band werden die Blüten und Zweige miteinander verknüpft. Der Blumenkranz kann aber auch um einen Haarreif gebunden werden, so ist ein guter Halt garantiert. Wer nicht über ganz so viel Geschick verfügt, wendet sich einfach an Haar-Stylisten für Hochzeiten. Diese beraten Sie zu Ihrem individuellen Look und Stil und fertigen Blumenkränze nach Maß an. Tipp: Achten Sie bei der Wahl der Blumen für Ihre Brautfrisur darauf, dass diese auch zu Ihrem Brautstrauß passen. Wählen Sie am besten ähnliche Farben, damit der Look nicht zu „wild“ wirkt.

Die Brautfrisur für den Bohemian-Look

Blumenkranz für den Bohemian-Haarstyle (Foto: © millaf / Dollar Photo Club)

Blumenkranz für den Bohemian-Haarstyle (Foto: © millaf / Dollar Photo Club)

Lange und wellige Haare eignen sich hervorragend für den Hippie- beziehungsweise Bohemian-Look mit Blumenaccessoires. Dieser zählt zu den absoluten Trends in Sachen Brautfrisuren 2016. Bei diesem Style werden die Haare offen getragen und mit einem Blumengeflecht bestückt. Diese Hochzeitsfrisur passt natürlich ideal zu einer Strandhochzeit oder einer Hochzeit im Bohemian-Style.

Der Blumenkranz kann als Reif ins Haar gesteckt werden oder ganz hippiesk um Stirn und Hinterkopf gebunden werden. Mit etwas Übung oder der Hilfe einer Freundin lässt sich diese Frisur ganz einfach selber stylen. Nehmen Sie hierfür gegebenenfalls einen Lockenstab oder Lockenwickler zur Hand und fixieren Sie Ihre Haare final mit Haarspray. Damit der Blumenkranz gut sitzt und nicht verrutscht, sollten Sie außerdem Haarklemmen zur Hilfe nehmen. Und auch hier gilt der Tipp: Wählen Sie den Blumenkranz passend zum Brautstrauß!

Klassische Brautfrisur mit seitlichem Dutt

Dutts sind schon seit längerem absolut angesagt, vor allem für den Casual- und Streetstyle-Look. Auch bei den Brautfrisuren 2016 darf der klassische Dutt natürlich nicht fehlen. Dieser wird für diese Hochzeitssaison gerne seitlich im Nacken getragen. In Kombination mit teilweise geflochtenen Haarpartien wird die Hochsteckfrisur zum absoluten Highlight. Sie können für die Hochsteckfrisur mit seitlichem Dutt auch die Seitenpartien am Kopf flechten und dann beide Seiten zum Chignon binden. Tipp: Falls Sie sehr dünnes Haar haben, können Sie auch ein Haarteil für den Dutt kaufen. Das sogenannte Duttkissen verleiht Ihrer Frisur kurzerhand ein tolles Volumen.

Halboffene Haare mit Braut-Accessoires

Geflochtene Brautfrisur mit edler Haarspange (Foto: © Mikhail Malyugin / Dollar Photo Club)

Geflochtene Brautfrisur mit edler Haarspange (Foto: © Mikhail Malyugin / Dollar Photo Club)

Grundsätzlich kommen die Brautfrisuren-Trends für 2016 verhältnismäßig schlicht, natürlich und unglamourös daher. Und Bräute lieben offene Haare. Praktisch, dass bei den Brautfrisuren-Trends 2016 halboffene Haare mit wunderschönen Highlights variiert werden. Hierfür gibt es verschiedenen Möglichkeiten:

  • Setzen Sie eine edle Haarspange ein, um den Halbzopf am Hinterkopf zu fixieren
  • Flechten Sie die Oberkopfpartie und arbeiten Sie am Hinterkopf den Schleier ins Haar
  • Ergänzen Sie Ihre Haarpracht mit einer halboffenen Krone
  • Stecken Sie die Vorderpartie Ihrer Haare am Hinterkopf mit edlen Spangen, Broschen oder Haargestecken zurück

Hochsteckfrisur mit Lockenpracht

Auch die klassische Hochsteckfrisur war schon immer und bleibt bei den Brautfrisuren 2016 absolut im Trend. Ein echter Hingucker sind dieses Jahr Hochsteckfrisuren mit voluminöser Lockenpracht. Falls Sie keine Locken haben, verwenden Sie am besten Lockenwickler und die passenden Stylingprodukte für Locken. Stecken Sie im Anschluss Ihr Haar zur Hochsteckfrisur hoch und lassen Sie die Locken am Hinterkopf locker herausfallen. So wirkt die Frisur besonders natürlich und gleichzeitig traumhaft romantisch. Online gibt es wie zu fast jeder Brautfrisur auch zur Hochsteckfrisur unzählige Tutorials zum Nachstylen. Hier zum Beispiel gibt es ein Video-Tutorial für eine galante Hochsteckfrisur zum Selbermachen:

Hochzeitsfrisur mit Extensions erweitern

Sie haben sich in eine der Brautfrisuren für 2016 verliebt, verfügen jedoch nicht über die notwendige Haarpracht? Kein Problem: Nutzen Sie einfach die Möglichkeit von Haarverlängerungen, Haarteilen oder Extensions. Diese gibt es in Drogerien, bei Friseuren oder bei diversen Onlineshops günstig zu erwerben. Am Hochzeitstag kann die Brautfrisur gerne etwas ausgefallener sein. Warum also sollten Sie Ihre Gäste nicht mit einer extravaganten, aber natürlich aussehenden Haarverlängerung verblüffen? Bei schulterlangem Haar können Sie ein Kunsthaarteil ganz einfach in Ihr Naturhaar einarbeiten, indem Sie es um den Zopf binden.

Tipps für die perfekte Haarpracht zur Brautfrisur 2016

Achten Sie im Vorfeld der Hochzeit stets darauf, Ihre Haare gut zu pflegen. Lassen Sie die Spitzen schneiden, verwenden Sie Haarkuren und Spülungen oder lassen Sie Ihre Haare vom Friseur für strahlenden Glanz versiegeln. Idealerweise achten Sie für wunderbar glänzende Haare auch darauf, dass Sie Ihre Haare nicht mit zu hartem Wasser waschen, das macht die Haarpracht platt und matt. Nach der Haarwäsche kann auch eine letzte kalte Spülung helfen, Ihrem Haar zu mehr Glanz zu verhelfen. Dies schließt die Schuppenschicht!

Stylings für Bräute zum Nachmachen: Romantische Frisuren, wunderschöne Make-ups, Accessoires, Blumengeflechte und tolle Stylings für den schönsten und wichtigsten Tag im Leben – viel Inspiration in Sachen Brautfrisuren 2016 finden Sie auch auf unserem Pinterest-Kanal.

Bunter Brautstrauß

Ausgefallen oder traditionell – wie Sie den perfekten Brautstrauß finden

Er ist das wohl wichtigste Accessoire am Hochzeitstag. Denn eine Braut ohne Brautstrauß ist vollkommen undenkbar. Deshalb sollte sie bei der Auswahl des Bouquets mit großer Sorgfalt vorgehen. Doch wie findet man eigentlich den perfekten Strauß? Welche Blumen passen am besten und welche Farben sollten gewählt werden? Ob Sie den liebevoll zusammengestellten Brautstrauß wirklich durch die Luft werfen müssen und welche Formen es bei der Bindung gibt, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag. Außerdem geben wir Tipps für eine passende Blumendekoration zur Hochzeit und zur Wahl der Blume für das Einsteckloch am Jackett Ihres Bräutigams.

Der Brautstrauß ist am Hochzeitstag das schönste Accessoire der Braut. (Foto: © pure-life-pictures / Dollar Photo Club)

Der Brautstrauß ist am Hochzeitstag das schönste Accessoire der Braut. (Foto: © pure-life-pictures / Dollar Photo Club)

Die Geschichte des Brautstraußes

Um die heutige Bedeutung der Blumen zu verstehen, ist es zunächst wichtig, sich einmal die Geschichte der Brautsträuße vor Augen zu führen. In der Forschung wird davon ausgegangen, dass sich Frauen schon seit vielen Jahrhunderten mit Blumen schmückten, um religiöse Anlässe zu ehren. Dabei kamen mit Blumen gebundene Kränze oder Ketten zum Tragen. Im 16. Jahrhundert fanden sich die ersten typischen Brautsträuße. In schlechtgelüfteten Kirchen sollte die Braut nicht in Ohnmacht fallen, weshalb Sie einen Strauß aus Blumen und belebenden Kräutern tragen durfte, der ihr von Zeit zu Zeit wohlduftend zur Seite stand. Statt den heute beliebten Pfingstrosen kamen damals vor allem Rosmarin und Myrte zum Einsatz. Aber auch rote Blumen waren als Zeichen der Liebe schon damals gern gesehen. Erst im 17. Jahrhundert zog der Brautstrauß als Brautdekoration in die Kreise des Adels ein. Hier galt ein kleiner, enggebundener Strauß mit Biedermeiercharme als besonders schick.

Wer darf den Brautstrauß aussuchen?

Wussten Sie, dass traditionell der Bräutigam den Brautstrauß aussucht und mit zur Hochzeit bringen muss? Jetzt aber keine Sorge, liebe Bräute, die künftige Schwiegermutter darf Ihren Liebsten bei der Wahl beraten und ihn zum ausgewählten Floristen begleiten. Deshalb sollten Sie vorher Ihre Wünsche bezüglich Farben, Blumen und Bindung ganz genau schildern. Einige Floristen versichern sich vorsichthalber auch nochmal bei der Braut und rufen heimlich an, um selbst die Wünsche in Erfahrung zu bringen. Beim Besuch des Bräutigams geben sie dann die richtigen Tipps und der Brautstrauß passt ideal zum Kleid und zur Persönlichkeit der Braut.

Welche Blumen passen zu welcher Jahreszeit?

Je nachdem, wann Sie im Jahr heiraten, kann es vor allem finanziell relevant sein, auf die Blütezeit bestimmter Blumen zu achten. Zudem wirken zur Jahreszeit passende Blumen oft harmonischer als solche, die gerade keine Saison haben. Im Frühling gedeihen beispielsweise Maiglöckchen, Christrosen, Forsythien und Tulpen. Der Sommer lässt Pfingstrosen, Lavendel, Eisenhut und Kornblumen erblühen. Im Herbst machen sich Dahlien, Chrysanthemen, Strandflieder oder Orchideen wunderbar im Brautstrauß und auch im Winter haben Sie einige Auswahl. Efeu, Alpenveilchen, Hyazinthen oder Hängekätzchenweiden lassen Ihren Strauß wunderschön werden. Wer lieber zu Ganzjahresblumen greifen möchte, kann Gerbera, Lilien, Flammenblumen oder Nelken wählen. Wer jetzt ein bisschen überfordert mit der Auswahl ist, kann sich auch an der sogenannten Sprache der Blumen orientieren und eine Bedeutung aussuchen, die besonders zu dem Brautpaar passt.

Die Sprache der Blumen: Welche sind die richtigen für mich?

Bei der Hochzeit sollte es vor allem um Ihre Vorlieben gehen. Deshalb sollten Sie sich von den Blumenarten und ihrer Bedeutung wenig beeindrucken lassen. Für den Fall, dass Sie sichergehen möchten, dass Ihr Brautstrauß keine unpassende Botschaft vermittelt, haben wir Ihnen ein kleines Einmaleins der Blumensprache zusammengestellt.

  • Christrose:
    Die Christrose kann schon in der Weihnachtszeit die ersten Blüten zeigen und verheißt Schutz für die Verliebten sowie ein erfülltes Leben.
  • Chrysantheme:
    Sie steht für Beständigkeit und ist in der Farbe Rot zugleich ein Zeichen Ihrer Liebe.
  • Efeu:
    Der immergrüne Efeu symbolisiert passenderweise die ewige Treue. Kombinieren Sie ihn im Brautstrauß am besten mit farbigen Blüten.
  • Flieder:
    Flieder hat nicht nur einen betörend schönen Duft, sondern steht auch für eine beginnende große Liebe.
  • Gerbera:
    Die Gerbera verheißt ein schönes Leben und schmückt Ihren Strauß mit noch mehr Fröhlichkeit.
  • Lilie:
    Die Lilie steht besonders in der weißen Ausführung für Reinheit und Unschuld. Sie kann aber auch den Glauben symbolisieren und ist ein Zeichen des Friedens. Lassen Sie sich nicht davon abschrecken, dass die weiße Lilie oft bei Beerdigungen zum Einsatz kommt. Auch hier dient sie als Symbol des Glaubens und des Friedens.
  • Orchidee:
    Diese zarte Blume steht für Bewunderung. Sie hat durch ihre besondere Form einen ganz eigenen Platz unter den Blumen für die Hochzeit.
  • Pfingstrose:
    Pfingstrosen gibt es in verschiedensten Farben. In Rot bedeuten sie, dass ein Überfluss an Liebe vorhanden ist. Weiße Pfingstrosen sollen Scham verheißen.
  • Tulpe:
    Tulpen stehen für viel Gefühl und große Zuneigung. Übrigens: Je dunkler die Farbe, desto größer die Zuneigung. Neben der Blume an sich können Sie auch mit der Farbwahl auf der Hochzeit eine gewisse Symbolik sprechen lassen. Das klassische Rot symbolisiert Liebe und Zuneigung, während Blau für Romantik, Treue und Erholung steht. Die Farbe der Hoffnung ist Grün. Rosa und Violett vermitteln zarte Gefühle und Herzlichkeit. Gelb- und Orangetöne versprühen positive Energie und bringen Lebensfreude in die frischgeschlossene Ehe.Aber Achtung: Gelbe Rosen hingegen stehen für Eifersucht!
Die Farbe Rot symbolisiert traditionell innige Liebe und Leidenschaft. (Foto: © bildschoenes / Dollar Photo Club)

Die Farbe Rot symbolisiert traditionell innige Liebe und Leidenschaft. (Foto: © bildschoenes / Dollar Photo Club)

Die verschiedenen Formen von Brautsträußen

Wenn Sie bereits wissen, zu welcher Jahreszeit Sie heiraten werden und in welchem Stil Ihr Hochzeitskleid designt sein wird, dann können Sie einfach die Form Ihres Brautstraußes bestimmen. Wählen Sie die passenden Blumen in der richtigen Farbe aus und entscheiden Sie sich für eine der drei Grundformen von Blumensträußen:

  • Tropfenform
  • Armstrauß
  • Kugelform

In selteneren Fällen kann auch eine außergewöhnliche Form gewählt werden, die zum Beispiel ein Herz, zwei Ringe oder eine Spirale darstellt. Hier werden meist zurückhaltende Blumen gewählt, da der Fokus auf der Form des Brautstraußes liegt.

Brautstraußwerfen und der Trend zum Zweitstrauß

Das Werfen des Brautstraußes ist besonders für die weiblichen Gäste auf Hochzeiten der Höhepunkt. Traditionell wirft die Braut den Strauß über die Schulter nach hinten in die Menge unverheirateter Frauen. Die Fängerin darf den Brautstrauß behalten und wird als nächste Braut prophezeit. Die meisten Bräute trennen sich allerdings nicht gerne von dem liebevoll ausgewählten Bouquet. Deshalb hat sich in jüngster Zeit der Trend zum Zweitstrauß entwickelt. Der Bräutigam besorgt hier passend zum eigentlichen Brautstrauß eine kleinere Ausführung zum Werfen. Aber Obacht, liebe Bräute: Zusätzlich zum Brautstraußwerfen gibt es auch den Brauch des Brautstraußstehlens. Der Gast, der es schafft, der Braut den Strauß in einem unachtsamen Moment zu stehlen, der darf eine Auslöse verlangen. Wird diese nicht beglichen, können die schönen Blumen als Souvenir von der Hochzeit mit nach Hause genommen werden. Wenn Sie Ihren Strauß behalten, sollten Sie ihn nach der Zeremonie auf keinen Fall wieder ins Wasser stellen, sondern ihn schnellstmöglich trocknen lassen. Hängen sie ihn kopfüber an einem kühlen und dunklen Ort auf, um die Schönheit ideal zu erhalten. So haben Sie lange Freude an Ihrem Brautstrauß.

Das Brautstraußwerfen ist für viele ein Highlight auf der Hochzeit. (Foto: © kavastudio / Dollar Photo Club)

Das Brautstraußwerfen ist für viele ein Highlight auf der Hochzeit. (Foto: © kavastudio / Dollar Photo Club)

Die Blume für den Bräutigam und Tischdekoration

Ob Sie ein Farb- und Blumenkonzept wählen, dass sich durch die ganze Hochzeit zieht, ist in ersten Linie natürlich Ihnen überlassen. Die Feier strahlt allerdings eine besondere Harmonie aus, wenn Sie sich auf maximal drei Farben festlegen und diese in der Dekoration immer wiederkehren. Greift der Brautstrauß diese Farben auf, entsteht ein wunderschönes, einheitliches Bild. Die Farben können Sie außerdem schon bei den Einladung Hochzeit einfließen lassen und mit den Danksagungen abschließen. Trägt Ihr Liebster zum Hochzeitstag ein Jackett, kann hier ein farblich passendes Einstecktuch in der Brusttasche platziert werden. Je nach Wunsch können Sie einen Blumenanstecker kombinieren oder das Einstecktuch ganz weglassen. Die Blume sollte in jedem Fall auch in Ihrem Brautstrauß vorkommen. So stellen sie beide schon auf dem Weg zur Trauung eine optische Einheit dar.

Brautpaar bei Vintage Hochzeit

Modern wie nie: Die Vintage-Hochzeit in der Scheune

Die Vintage-Hochzeit hat sich in Deutschland gerade in den letzten Jahren zu einem wahren Trend entwickelt. Die Scheune bietet mit ihrem rustikalen Charme dabei die optimale Hochzeitslocation, um das einst funktionale Gebäude zu einer romantischen Erlebniswelt mit Vintage-Chic umzugestalten. Doch welche organisatorischen Aspekte müssen bei einer Vintage- bzw. Scheunenhochzeit beachtet werden? Welche Ausstattung und Dekoration machen den rustikalen Stil aus? Hier finden Sie Inspiration und Ideen für eine traumhafte Vintage-Hochzeit.

Die Vintage-Hochzeit in der Scheune ist bei vielen Paaren beliebt. (Foto: © armina / Dollar Photo Club )

Die Vintage-Hochzeit in der Scheune ist bei vielen Paaren beliebt. (Foto: © armina / Dollar Photo Club )

Die passende Scheune finden

Wer auf der Suche nach der passenden Scheune für die perfekte Vintage-Hochzeit ist, der sollte einige Punkte beachten. Zunächst ist natürlich die Anzahl der Gäste relevant für die Größe der Scheune. Viele Scheunen fassen eine Anzahl von bis zu 80 Personen. Doch auch mit einer Gästeliste von über 100 Personen finden sich deutschlandweit eine Menge Angebote für die Scheunenhochzeit. Außerdem ist die Lage und Infrastruktur wichtig für die Scheunenwahl. Je nachdem, wie sich die Anfahrt gestaltet, ist es ratsam, Übernachtungsmöglichkeiten oder einen Shuttle zu einem nahegelegenen Bahnhof einzuplanen. Bei einer Hochzeit in einer Scheune ist in den meisten Locations die Nutzung des angrenzenden Gartens, Catering sowie Service inklusive. Details zu den sanitären Anlagen sollten vorab erfragt werden, um ausreichend Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Abhängig von der Jahreszeit kann zudem eine Beheizung der Scheune notwendig sein.

Helle Cremefarben: Bei der Vintage-Hochzeit ein Muss

Inspiriert von den Farben der 1920-1970er Jahre, ist der Farbwahl für die Vintage-Hochzeit kaum eine Grenze gesetzt. Ob zartes Rosé, kräftiges Lila oder sommerliches Mintgrün – die Farbe kann ganz nach den individuellen Wünschen ausgesucht werden. Um die Vintage-Atmosphäre allerdings stilgetreu aufzugreifen, empfiehlt sich ein heller Farbton. Sind Tischdecke, Stuhlhussen und Girlanden beispielsweise in einer Cremefarbe gehalten, lassen sich kräftigere Töne gekonnt in die kleinen Details der Dekoration aufnehmen. Eine üppige Blumendekoration mit Gestecken oder Sträußchen rundet die Vintage-Atmosphäre ab.

Naturbelassene Möbel unterstreichen den rustikalen Look

Im Kontrast zu den leichten Farben des Vintage-Chics bieten sich naturbelassene Möbel für ein stilvolles Gesamtbild an. Der rustikale Look der Scheunenhochzeit findet sich so im Design von Stühlen, Bänken oder Tischen wieder. Antike Möbelstücke können daneben als originelle Dekoration für eine wohlige Atmosphäre sorgen und beispielsweise als Ablagefläche für Gast- oder Hochzeitsgeschenke dienen. Für den Aufenthalt im Gartenbereich sollten Stehtische, Sitzmöglichkeiten und im Sommer auch schattige Plätzchen eingeplant werden. Liegestühle und Sonnenschirme laden zur gemütlich-kühlen Entspannung und ungezwungenen Unterhaltungen ein.

Die Vintage-Hochzeit bietet vielfältige Möglichkeiten für Deko-Fans. (Foto: © ilfotokunst / Dollar Photo Club )

Die Vintage-Hochzeit bietet vielfältige Möglichkeiten für Deko-Fans. (Foto: © ilfotokunst / Dollar Photo Club )

Vintage: Die Details zählen

Die Vintage-Hochzeit bietet gerade für Dekorations-Fans unendliche Möglichkeiten. Auf den alten Dachböden der Großeltern oder zahlreichen Flohmärkten kann nach originellen Fundstücken gestöbert werden. Die Suche nach alten Fotos, Bilderrahmen, Schalplatten, Spitzendeckchen, Lampen, Stoffen, Koffern, Telefonen, Fotoapparaten oder Schreibmaschinen kann dabei die Hochzeitsvorbereitung zur wahren Zeitreise machen. Wichtig ist, dass die Details zum Gesamtbild passen und einen persönlichen Charme vermitteln. Denn gerade die individuelle und liebevoll geschaffene Atmosphäre macht die perfekte Vintage-Hochzeit in der Scheune aus. Neben Erinnerungsstücken kann dafür auch den Do-it-yourself-Ideen freien Lauf gelassen werden.

Das Paradies für DIY-Ideen

Wer sich bei den Hochzeitsvorbereitungen kreativ ausleben möchte, für den ist die Vintage-Hochzeit genau das richtige. Materialien wie Leinen, Spitze, Geschirr oder aussortierte Bücher können zum Einsatz kommen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es zum Beispiel mit einem stylischen Tischläufer aus alten Buchseiten? Hierbei wird die gewünschte Anzahl an Seiten der Länge nach vorsichtig mit Tesafilm aneinander geklebt. Mit einem Motivlocher wird anschließend das gewünschte Muster in den Rand des Tischläufers gestanzt. Arbeiten lässt sich am besten mit weichem, abgenutztem Papier (gesehen bei: Better Homes and Gardens) Alte Marmeladengläser oder Krüge können nach Belieben verziert werden und als Blumenvasen oder Teelichthalter die Tischdekoration ergänzen. Die Scheune wird mit selbstgebastelten Lichterketten in ein gemütliches Licht getaucht. Bei einer Vintage-Hochzeit mit einem engen Zeitplan bieten sich auch die mittlerweile zahlreichen Online-Marktplätze für Selbstgemachtes wie Dawanda.de oder Etsy.com für die einzigartige Dekorationsfindung an.

Das Vintage-Kleid für die Scheunenhochzeit

Brautkleidmodelle für eine Vintage-Hochzeit sind so unterschiedlich wie vielfältig. Das liegt zum einen daran, dass sich der Zeitrahmen über sechs Jahrzehnte erstreckt und die Brautkleider daher von verschiedenen Einflüssen geprägt sind. Eines haben jedoch fast alle Vintage-Kleider gemeinsam: die feine Verzierung und die liebevollen Details. Blumenmuster, Perlenstickereien oder ein fließender Seidenstoff mit Spitze sind nur einige der Elemente, die das Vintage-Hochzeitskleid in der Scheune erstrahlen lassen. Netzschleier und Satinhandschuhe sowie zarter Perlenschmuck runden das Brautstyling ab. Häufig fällt die Wahl auf ein Kleid mit sog. Tee-Länge, bei dem der Stoff über den Knöcheln der Braut endet. Bei diesem Look gibt ein ausladender Petticoat dem Brautkleid das nötige Volumen. Der Anzug des Bräutigams sollte natürlich zu dem Brautkleidmodell passen. Bei der Planung der Einladungskarte kann außerdem darüber nachgedacht werden, ob auch die Hochzeitsgäste gebeten werden sollen, sich in der Outfitwahl an das Hochzeitsthema zu halten. Dabei empfiehlt es sich, den Zeitrahmen näher auf das gewünschte Jahrzehnt einzugrenzen. Auch das Design der Einladungskarte kann bereits auf das Vintage-Motto einstimmen. Schöne Vorlagen finden Sie in unserem Kartenshop für Hochzeitspapeterie.

Schon bei der Hochzeitspapeterie kann auf die Vintage-Hochzeit eingestimmt werden. (Foto: hochzeitskarten-paradies.de)

Schon bei der Hochzeitspapeterie kann auf die Vintage-Hochzeit eingestimmt werden. (Foto: hochzeitskarten-paradies.de)

Vorfahren – Kutsche oder Cadillac?

Je nachdem, wie der zeitliche Fokus gesetzt werden soll, kann das zugehörige Fahrzeug im Vintage-Stil gewählt werden. Viele Autovermietungen haben wahre Schätze aus den 1920-1970er Jahren im Repertoire. So könnte etwa im silbernen Cadillac de Ville oder im Citroen Rosalie vorgefahren werden. Ein Cabrio eignet sich besonders für eine Vintage-Hochzeit im Sommer. Zeitlose Eleganz beweist für den besonderen Tag immer auch die Pferdekutsche. Wer sich eine solche wünscht, sollte bei der Auswahl der Location auf einen Anbieter in der Nähe achten. Mit dem farblich-passenden Schmuck reiht sich das Gefährt perfekt in die Scheunen-Dekoration der Vintage-Hochzeit ein.

Musik – Stilecht vom Plattenspieler

Die Scheune ist bei der Vintage-Hochzeit nicht nur für die Verköstigung der Hochzeitsgesellschaft ein idealer Ort, auch für Musik und Tanz bietet sie eine wunderbare Atmosphäre. Bei der Wahl des DJs sollte deshalb schon von vornerein auf die Ausstattung und die Musikrichtung geachtet werden. Wenn beispielsweise eine harmonische Bluesmusik mit einem leichten Knistern der Schallplatte einhergeht, fühlen sich Gäste und Brautpaar direkt in ein vergangenes Zeitalter versetzt. Soll eine Band auftreten, kann auch hier nach passenden Cover-Musikern, einem Jazz-Ensemble oder einer flotten Rockabilly-Gruppe Ausschau gehalten werden. Warum nicht dazu gleich eine Swing- oder Rock’n’Roll-Tanzeinführung einbinden?

Retro-Entertainment auf der Vintage-Hochzeit: Polaroid-Kameras für die Gäste. (Foto: © peliken / Fotolia)

Retro-Entertainment auf der Vintage-Hochzeit: Polaroid-Kameras für die Gäste. (Foto: © peliken / Fotolia)

Entertainment – Unterhaltungsideen für die Vintage-Hochzeit

Eine Band ist schon gebucht? Die Dekoration der Scheune fertig vorbereitet? Jetzt muss nur noch Unterhaltung für die Hochzeitsgäste her. Stilecht zum Vintage-Motto ließe sich eine Polaroid-Fotoecke einrichten. Als Requisiten kann dabei alles von Federboa über Melone bis Papp-Schnauzbart dienen. So entstehen neben jeder Menge Spaß zugleich schöne Erinnerungen an den besonderen Tag. In einer Fotobox können die Aufnahmen gesammelt und schließlich ins Hochzeitsalbum eingeklebt werden. Ein bisschen Retro-Jahrmarktfeeling kommt außerdem durch das Aufstellen einer Zuckerwatte-Maschine aus. Diese bietet flauschig-pinke Leckereien für Jung und Alt.

Strumpfband am Bein einer Brauf

Die Top Ten Hochzeitsaccessoires

Der Brautstrauß

Ganz gleich wie unorthodox eine Hochzeit auch ablaufen mag, ein Brautstrauß darf bei keiner Trauung fehlen! Was ursprünglich dem Bräutigam und der Schwiegermutter vorbehalten war – die Auswahl des Brautstraußes – liegt heutzutage meist fest in den Händen der Braut. Schließlich ist der Brautstrauß das auffälligste und vielleicht wichtigste Hochzeitsaccessoire. Er sollte die eigene Persönlichkeit widerspiegeln und außerdem mit dem Brautpaar sowie dem Kleid harmonieren. Idealerweise ist er dann noch mit den übrigen Hochzeitsaccessoires abgestimmt. Grundsätzlich darf der Brautstrauß weder zu klein noch zu groß sein.

Farblich sollte er sowohl zu dem Brautkleid als auch zu den anderen Hochzeitsaccessoires passen. Für einen einheitlichen Stil – zum Beispiel im Einklang mit der Tischdekoration – eignen sich zwei bis drei Farben. Im Trend liegen aktuell Rot, Rosa, Pink und Violett mit Weiß. Allgemein ist es empfehlenswert, keine zu stark blühenden Blumenarten zu verwenden, schließlich soll das Hochzeitskleid nicht versaut werden. Weiterer wichtiger Faktor ist die Frische der Blumen und die Bindung. Der Strauß sollte unbedingt frisch und professionell gebunden sein, denn er muss den ganzen Tag bis zum Werfen des Brautstraußes in Form bleiben.

Die Brautschuhe

Neben dem Brautstrauß sind wohl die Schuhe der Braut das wichtigste Accessoire für die Hochzeit in Weiß. Hübsch sollen sie sein und zum Brautkleid müssen sie auch passen. Besonders angesagt sind aktuell Sandaletten mit Strass-Aufsatz. Dass es nur zweitrangig um die Bequemlichkeit des Schuhwerks geht, ist klar. Und wenn der Schuh beim Tanzen drückt, kann man ihn immer noch ausziehen und barfuß tanzen – so gehört sich das auf einer richtig guten Hochzeitsparty schließlich.

Das Strumpfband

Strumpfband am Bein einer Brauf

Das Strumpfband ist ein klassisches Hochzeitsaccessoire, auf das keine Braut verzichten sollte (Foto: tobias kromke –

Was der Brautstrauß für die weiblichen Hochzeitsgäste ist, ist das Strumpfband für die männlichen Gäste. Im Bereich der Hochzeitsaccessoires nimmt das Strumpfband noch heute einen großen Stellenwert ein. Obwohl Strumpfbänder im Gegensatz zu früheren Zeiten inzwischen keinerlei Funktion mehr haben, da Damenstrümpfe inzwischen auch so am Bein halten, hat das Tragen eines Strumpfbandes am Hochzeitstag immer noch Tradition.

Ursprünglich nahm man nach der Eheschließung und der ersten Hochzeitsnacht das Strumpfband als Beweis für die Jungfräulichkeit der Braut. Der Brauch veränderte sich im Laufe der Zeit. Nun wurde das Strumpfband dazu genutzt, es in die Menge der unverheirateten Männer zu werfen. Derjenige, der es auffing, sollte der nachfolgende Bräutigam werden. Da es zum Teil zu Tumulten beim Abnehmen des Strumpfbandes kam, veränderte sich die Tradition abermals und heutzutage nimmt der Bräutigam seiner Braut das Bein-Accessoire ab – entweder mit den Händen oder auf unterhaltsame Weise mit den Zähnen. Danach wirft er es in die Menge der gesammelten Junggesellen.

Wer auf das Hochzeitsaccessoire mit langer Tradition nicht verzichten möchte, sollte wissen, dass es mit einer weiteren Tradition verknüpft ist: Gemäß dem Brauch, „etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues“ in die Ehe mitzubringen, ist das Strumpfband der Braut häufig blau. Dies soll eine glückliche Ehe bringen. Glaubt man dem aus England kommenden Brauch, der auf die Viktorianische Zeit zurückgeht, symbolisiert die Farbe Blau Treue, Beständigkeit und Reinheit – zugleich sollte es dem Aberglauben nach die Geburt eines Sohnes begünstigen.

Die Brauthandschuhe

Wer meint, Brauthandschuhe gehörten zu den altmodischen Hochzeitsaccessoires, der irrt. Sie lassen die Braut elegant-festlich und nahezu prinzessinnenhaft aussehen. Allerdings muss unbedingt auf eine hohe Qualität der Handschuhe geachtet werden. Die Farbe und der Stoff müssen außerdem zum Gesamtoutfit passen. Auch die Handschuhlänge ist entscheidend und sollte mit dem Stil des Brautkleides harmonieren. Damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt oder der Handschuh wie eine Faschingsverkleidung wirkt, sollte sich die Braut von Profis beraten lassen – entweder bei Fachverkäufern in einer Boutique oder auf einer Hochzeitsmesse!

Spardose für das Hochzeitspaar

Eine Hochzeit kostet viel Geld. Wer sichergehen möchte, dass statt dem fünften Service oder einem neuen Silberbesteck etwas „Sinnvolles“ geschenkt wird, kann dies galant auf der Hochzeitseinladung formulieren. Am Hochzeitstag selbst kann das Brautpaar als Hochzeitsaccessoire eine Spardose aufstellen und diese nach eigenem Geschmack gestalten. Wer zum Beispiel ein Haus bauen möchte, kann symbolisch eine Spardose als Häuschen nachbauen. Sind größere Flitterwochen angedacht, lässt sich auch einfach und schnell ein Hochzeitskoffer basteln. Auf der Hochzeit selbst können die Gäste ihre Geldgeschenke dann in die Spardose stecken. Auf diese Weise kann außerdem sichergestellt werden, dass die Geldgeschenke im Gemenge nicht verloren gehen oder bei Aufräumarbeiten versehentlich weggeworfen werden.

Das Gästebuch

Ein Gästebuch ist ein wunderbares Hochzeitsaccessoire – unterscheidet es sich von den anderen Hochzeitsaccessoires doch vor allem durch seine Langlebigkeit. Es zeigt bleibende Erinnerungen dieses großen Tages. Immer häufiger werden an Hochzeiten auch Blanco-Karten an die Gäste verteilt, auf denen jeder seine eigene private Notiz, den Zukunftswunsch oder Hochzeitsspruch für das Brautpaar vermerken kann. Die Gestaltung solcher Hochzeitskarten kann vorderseitig ganz individuell ausfallen, idealerweise trägt sie ein ähnliches Design wie die Einladungskarte zur Hochzeit. Nutzen Sie hierfür unsere individuellen Vorlagen oder werden Sie selbst kreativ.

Kopfschmuck

Kopfschmuck ist bei Hochzeitszeremonien das passende Accessoire für den perfekten Star-Auftritt. Hier sollten Bräute aber darauf achten, dass der Kopfschmuck nicht zu auffällig ist und nicht von dem Hauptaugenmerk – nämlich der Braut und dem Brautkleid – ablenkt. Hübsch sind schmale, mit Strass besetzte Haarbänder oder auch filigraner Haarschmuck wie zum Beispiel Haarklemmen in Form von Blüten. Besetzt mit Satinblüten und Glasperlen setzen diese Haarklammern wunderschöne Akzente und lassen sich einfach in das Haar einarbeiten. Sie bieten sich auch für Flecht- oder Hochsteckfrisuren an. Auf einschlägigen Portalen wie zum Beispiel DaWanda finden sich übrigens verschiedene Anbieter, die entsprechende handgefertigte Schmuckstücke als Hochzeitsaccessoires für einen kleinen Preis anbieten.

Haarschmuck gilt übrigens inzwischen als perfekte Alternative zum Schleier, denn nicht jede Braut möchte dieses traditionelle Accessoire tragen. Gerade bei einer standesamtlichen Heirat bietet sich Hochzeitshaarschmuck als Alternative an. Ob Federn, Perlen, Blüten oder Strass, ob als Haarreifen, Haarband oder als Haarnadel – ein romantisches Hochzeitsaccessoire kann das Hochzeitsambiente wunderbar unterstreichen oder gar aufwerten.

Brauttaschen

Jedes noch so traumhafte Hochzeitskleid hat einen Fehler: Es hat keine Taschen. Wohin also mit Taschentuch, Lippenstift und Smartphone? Richtig: in die Brauttasche. Hier kommen die wichtigsten Utensilien rein, die während der Hochzeitsfeier gebraucht werden. Was in puncto Stil beachtet werden sollte, ist die Größe. Brauttaschen dürfen nicht groß sein. Es bieten sich daher kleine Clutches an, die sich elegant an einer Schlaufe am Handgelenk tragen lassen. Farblich sollten die Taschen entweder zum Hochzeitskleid passen oder einen Kontrast bilden, sozusagen den farblichen Eyecatcher. Die Brauttasche lässt sich übrigens im Gegensatz zum Brautkleid auch noch zu anderen Anlässen tragen. Grund genug also, in eine Handtasche für den großen Tag zu investieren!

Gastgeschenke

Zu den Hochzeitsaccessoires, die in Erinnerung bleiben, gehören auch die Gastgeschenke. Sie sind ein stilvoller Ausdruck des Dankes an die Hochzeitsgäste und zaubern ein Lächeln hervor. Ob ganz individuelle Geschenke wie ein Hochzeitsmusik-Mix des Brautpaares oder angefertigte kleine Präsente wie zum Beispiel ein Säckchen bedruckter M&Ms – Ihre Gäste werden es Ihnen danken.

Das Ringkissen

„Und nun die Ringe, bitte!“ – der Augenblick des Ansteckens der Eheringe zählt wohl zu den romantischsten Momenten des Hochzeitstages. Das Ringkissen bietet die Möglichkeit, die Ringe ideal in Szene zu setzen. Ob extravagant-ausgefallen oder klassisch-schlicht, das Ringkissen ist eines der dekorativsten Hochzeitsaccessoires bei jeder Trauung. Inzwischen gibt es sogar Ringkissen für Tierliebhaber, die beispielsweise in Form eines Knochens einem Hund um den Hals gehängt werden können. So bleibt das Ja-Wort mit Sicherheit in der Erinnerung aller Anwesenden.