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Junge Frau mit Verlobungsring

So geben Sie Ihre Verlobung richtig bekannt

Sie sind frisch verlobt und möchten am liebsten jedem von dem romantischen Heiratsantrag erzählen? Da sagen wir herzlichen Glückwunsch! Doch bevor Sie Ihren glitzernden Verlobungsring überall zeigen, sollten Sie darüber nachdenken, wie Sie Ihre Verlobung am besten offiziell verkünden. Denn wer erfährt die schöne Nachricht zuerst, ohne, dass sich jemand übergangen fühlt? Oder ist es ausreichend, einfach direkt die Einladungskarten Hochzeit zu verschicken? Wir haben Ihnen Tipps und Ideen zusammengestellt, wie Sie die Verlobung und Ihre Heiratsabsichten Ihren Liebsten passend mitteilen können.

Junge Frau mit Verlobungsring

Verliebt, Verlobt, Verkündet: Aber wie geben Sie Ihre Verlobung richtig bekannt? (Foto: © Peter Atkins / Dollar Photo Club)

Wer kommt zuerst?

Selbst, wenn Sie es kaum erwarten können, die große Neuigkeit zu verkünden, greifen Sie nicht direkt zum Telefon. Denn auch hier gilt es, eine bestimmte Etikette zu wahren, nach der Sie Ihr Umfeld informieren. Schicken Sie deshalb nicht wahllos Nachrichten mit einem Foto Ihres Verlobungsrings herum, sondern erstellen Sie im Kopf zuerst eine Reihenfolge von Personen. Dabei
stehen in der Regel die Eltern ganz vorne. Im besten Falle organisieren Sie ein gemeinsames Treffen und verkünden beiden Teilen die Verlobung gleichzeitig. Wohnen Sie weit von Ihren Eltern entfernt, können Sie auch auf das Telefon zurückgreifen. Achten Sie allerdings hier darauf, dass Sie beiden die Nachricht persönlich überbringen und nicht einer dem anderen die Neuigkeit aus zweiter Hand weitergibt. Wissen Ihre Eltern Bescheid, kommen der engste Familienkreis und die besten Freunde dran.

Blumen und Bräuche beim Treffen mit den Eltern

Eine schöne Tradition bei einer Verlobung ist das persönliche Verkünden bei einem Besuch der Braut und Schwiegereltern. Wer es sehr klassisch mag, kann hier als Bräutigam auch einen alten Brauch nutzen und beim Brautvater um die Hand der geliebten Tochter anhalten. Das geht natürlich auch mit einem Augenzwinkern, ist aber trotzdem eine schöne Geste. Die Schwiegermutter in spe kann sich idealerweise schon beim Eintreten über einen Strauß Ihrer Lieblingsblumen freuen. Wählen Sie hierbei aber auf keinen Fall rote Rosen, denn diese sind ausschließlich für die Braut und spätere Ehefrau vorbehalten. Um keinem Aberglauben zu verfallen, sollten Sie keinen Blumenstrauß mit dreizehn Stielen verschenken.

Ihren Eltern sollten Sie die schöne Nachricht der Verlobung am besten zuerst mitteilen. (Foto: © Adam Gregor / Dollar Photo Club)

Ihren Eltern sollten Sie die schöne Nachricht der Verlobung am besten zuerst mitteilen. (Foto: © Adam Gregor / Dollar Photo Club)

Verlobungsanzeige: Die klassische Variante

Zu den Klassikern und alten Bräuchen gehört es, in der lokalen Tageszeitung eine Verlobungsanzeige aufzugeben. Vor allem in den USA ist dies nach wie vor eine gern gewählte Variante und auch in Deutschland gibt es in vielen regionalen Blättern noch die Möglichkeit dazu. Eine Anzeige eignet sich vor allem dann, wenn Sie ein größeres Umfeld auf die Verlobung aufmerksam machen wollen. Vergessen Sie dabei auf keinen Fall, sich selbst ein Exemplar zu besorgen und es als Erinnerungsstück aufzubewahren. Traditionell werden die Kosten für eine Verlobungsanzeige von den Brauteltern getragen, weshalb diese auch bei der Formulierung zu Rate gezogen werden sollten. Um Fehler zu vermeiden, können Sie auch auf Vorlagen zurückgreifen oder sich von anderen Anzeigen inspirieren lassen. Was auf jeden Fall in eine Verlobungsanzeige gehört, haben wir hier aufgelistet:

  • Namen von Braut und Bräutigam
  • ggf. Geburtsort bzw. Heimatstadt
  • Namen der Eltern
  • ggf. Datum der Verlobung
  • Geplantes Datum oder zumindest Monat für die Hochzeit

Bei einer großen Anzeige können Sie auch ein Bild von sich mitveröffentlichen lassen. Welche Tageszeitung für Sie in Frage kommt, entscheiden Sie ganz individuell. Am besten wählen Sie eine lokale Zeitung in der näheren Umgebung Ihrer Verwandten und Bekannten, die gerne gelesen wird.

Patchwork-Verlobung: Wie sag ich es den Kindern?

Wenn Sie Kinder aus einer früheren Beziehung oder schon gemeinsame Kinder haben, erfahren diese es im besten Falle noch vor den Eltern. Denn häufig ist es ein großer Fehler, die Verlobung, aus welchen Gründen auch immer, vor den Kindern geheim zu halten. Womöglich verletzt es Ihre Sprösslinge, die schöne Nachricht von einem anderen Familienmitglied zu erfahren. Setzen Sie sich daher mit dem Nachwuchs zusammen und erzählen Sie ihm von der anstehenden Hochzeit. Erläutern Sie dabei auch, welche Veränderungen dabei entstehen und welche Rolle die Kinder am Hochzeitstag übernehmen können. In dem Sie den Kleinen eventuelle Ängste nehmen, steht der neuen Familienkonstellation nichts mehr im Weg und alle sind auf die vielen Glückwünsche zur Verlobung von Verwandten und Freunden optimal vorbereitet.

Das Verkünden vor Freunden und Kollegen

Ihre guten Freunde und die Familie wissen schon Bescheid und nun möchten Sie noch entferntere Freunde und die Kollegen auf der Arbeit über Ihr Glück informieren. Hier ist die Etikette nicht mehr so relevant wie bei den nahestehenden Personen, sodass die Kommunikation ganz nach Ihrem Belieben ausfallen kann. Je nach Betriebsklima und dem persönlichen Verhältnis zu den Arbeitskollegen kann die Ankündigung zum Beispiel in einem kurzen Gespräch, beim Mittagessen oder auch nur per E-Mail getätigt werden. Sollte sich dann doch jemand beschweren, nicht persönlich in Kenntnis gesetzt worden zu sein, dann seien Sie einfach ehrlich. So gern Sie alle persönlich informiert hätten, so schwierig war das leider bei der Vielzahl an Personen. Bitten Sie um Verständnis und die unangenehme Situation ist in den meisten Fällen entschärft.

Verlobungsshooting oder doch lieber ein Video?

Immer beliebter werden heute sogenannte Verlobungsshootings. Dieses sollte am besten von einem professionellen Fotografen festgehalten werden oder von einem Bekannten mit fotografischem Talent. Schön ist es, für die Hochzeit den gleichen Fotografen zu bestellen. Haben Sie ein Hochzeitsmotto oder eine besondere Foto-Idee, können Sie diese bei den Hochzeitsfotos erneut aufgreifen. Die Fotos vom Verlobungsshooting können anschließend verschickt oder für die Save-the-Date-Karten verwendet werden. Haben Sie den Heiratsantrag im romantischen Urlaub gestellt bekommen? Dann eigen sich hier auch wunderbar die schönen Urlaubsfotos auf einer individuell zusammengestellten Postkarte. Wer es besonders kreativ mag, der kann ein Verlobungsvideo drehen. Stellen Sie hier zum Beispiel den Antrag amüsant nach und laden Sie zu einer kleinen Feier ein. Über die sozialen Netzwerke können Sie Ihre Gäste einfach erreichen und das Video wird zur tollen Erinnerung an den schönen Moment der Verlobung.

Mit einem Verlobungsshooting setzen Sie Ihre Heiratsabsichten toll in Szene und haben gleich eine schöne Erinnerung an den Moment. (Foto: © rohappy / Dollar Photo Club)

Mit einem Verlobungsshooting setzen Sie Ihre Heiratsabsichten toll in Szene und haben gleich eine schöne Erinnerung an den Moment. (Foto: © rohappy / Dollar Photo Club)

Die Verlobungsparty – ein Grund zum Feiern!

Wer gerne Partys veranstaltet und es mag, Freunde und Familie um sich herum zu haben, für den ist eine Verlobungsparty genau das richtige. Tarnen Sie diese als Frühlingsfest, Grillparty oder Weihnachtsfeier und laden Sie alle wichtigen Personen für den geplanten Tag ein. Ebenso gut eignet sich eine anstehende Geburtstagsparty. Achten Sie aber darauf, dass das Geburtstagskind nicht aus dem Mittelpunkt rückt und sprechen Sie die Verkündung vorher ab. Den Verlobungsring können Sie dann elegant aus der Tasche zaubern und den Rest des Abends stolz zeigen. Haben Sie es geschafft, bis zum Tag der Verlobungsparty Stillschweigen über die Heiratsabsichten zu bewahren, wird die Überraschung umso größer!

Für die Gäste: Das persönliche Verlobungsgeschenk

Sie sind zu einer Party eingeladen worden und wollen Ihre Glückwünsche zur Verlobung nicht nur mündlich mitteilen, sondern mit einem kleinen Geschenk überreichen? Grundsätzlich sollten Sie hierbei Geldgeschenke vermeiden. Je näher Sie dem verlobten Paar stehen, desto wertvoller kann das Verlobungsgeschenk sein. Überlegen Sie zum Beispiel, wo Sie das Paar kennengelernt haben oder was für die anstehende Hochzeit nützlich sein könnte. Wir haben Ihnen ein paar Ideen zusammengestellt:

  • Ein romantisches Dinner oder ein Kinobesuch
  • Personalisierte Fußmatte mit den Namen von Braut und Bräutigam
  • Sekt-Gläser mit Gravur und den passenden Schampus
  • Hochzeitskasse als Spardose
  • Ringkissen für die Trauung (gut geeignet für Trauzeugen)
  • Countdown-Fotokalender mit Hochzeitscheckliste
  • Lustige Partner-Shirts

Natürlich können Sie für das Verlobungsgeschenk auch mit weiteren Freunden und Verwandten zusammenlegen und eine größere Idee umsetzen. Wichtig ist dabei auf jeden Fall ein persönlicher Bezug zum künftigen Hochzeitspaar.

Ein Bündel Liebesbriefe

Text und Fotos für die perfekten Karten

Sie suchen nach einem passenden Text für Ihre Hochzeit Einladungskarten? Mit unseren Ideen, Tipps und Musterbeispielen gestalten Sie die perfekte Hochzeitskarte! Wie Sie unserer Checkliste zur Hochzeit entnehmen können, sollte ca. 12 bis 9 Monate vor der Hochzeit mit der Planung der Einladungskarten begonnen werden. Der Termin und der Ort steht, die Gästeliste auch? Perfekt, dann ist es jetzt an der Zeit, Feder und Stift in die Hand zu nehmen. Auf geht’s an die Einladungen. Text und Bild sollten ein stimmiges Bild abliefern – wir zeigen, wie’s geht:

Hochzeitseinladungen – Texte verleihen ihnen eine individuelle Note (Foto: © Africa Studio / Dollar Photo Club)

Hochzeitseinladungen – Texte verleihen ihnen eine individuelle Note (Foto: © Africa Studio / Dollar Photo Club)

Einladung Hochzeit gestalten – darauf kommt es an

Hochzeitseinladungen mit Text und Bild zu gestalten, erfordert nicht nur ein gewisses Geschick, sondern auch etwas Zeit. Daher ist es ratsam, sich bereits früh mit den eigenen Hochzeitskarten zu beschäftigen. Hierzu sollten Sie sich im Vorfeld folgende Fragen beantworten:

  • Möchte ich meine Einladungen mit eigenem Foto gestalten?
  • Welche Kartenform wähle ich für meine Einladungen? (Einfachkarten, Klappkarten, Konturkarten, Doppelklappkarten)
  • Welchen Stil verfolge ich in Hinblick auf das Gesamtkonzept? (z.B. Klassik, Charme & Witz, Vintage)
  • Gibt es einen Hochzeits- oder Geldwunsch, auf den Sie Ihre Gäste im Text zu den Einladungen hinweisen möchten?
  • Habe ich alle Details zur Rahmenplanung, um sie für die Gäste kurz und bündig auf der Einladung festzuhalten?

Welche Fotos eignen sich für die Einladungskarte?

Sollten Sie sich für Einladungen mit Text und Foto entscheiden, achten Sie darauf, dass Sie Ihre Hochzeitskarten nicht zu sehr überfrachten. Wählen Sie ein Kartendesign, das nicht ablenkt, sodass der Fokus auf Ihrem Paarbild liegt. Hier finden Sie einige passenden Musterdesigns für Hochzeitseinladungen mit Foto.

Hochzeitseinladungen mit Text und eigenem Fotobeweisen Liebe zum Detail (Foto: © M.Photos / Dollar Photo Club)

Hochzeitseinladungen mit Text und eigenem Fotobeweisen Liebe zum Detail (Foto: © M.Photos / Dollar Photo Club)

Da ein Bild mehr als tausend Worte sagt, wählen Sie Ihr Foto mit Bedacht aus. Auch hier sollte das Bild Sie als Paar gut widerspiegeln. Ob Selfie, Schnappschuss mit der Polaroid oder ein professionelles Paarfoto vom Fotografen – wichtig ist, dass es Ihre Individualität zum Ausdruck bringt!

Einladungen – Texte und wichtige Tipps für Brautpaare

Wie lade ich zu meiner eigenen Hochzeit ein? Im Gegensatz zum Geburtstag, der jährlich stattfindet, lädt man in der Regel nur einmal zur Hochzeit ein. Was für einen Text wähle ich also für die Hochzeitskarte? Zunächst einmal müssen alle „Basics“ verschriftlicht werden, das heißt:

  • Wann findet die Hochzeit statt?
  • Wann ist der standesamtliche Termin und wann der kirchliche?
  • Wo findet die Trauung und anschließende Hochzeitsfeier statt?

Im Einladungs-Text lediglich die Fakten zu verschriftlichen, ergibt natürlich noch keine schöne Karte. Schließlich möchte man Freunden und Familie in Prosa vermitteln, dass Sie Ihren Partner fürs Leben gefunden haben. Eine persönlich geschriebene Einladung wird im Gegensatz zu einer „Standard-Einladung“ nicht so schnell wieder zur Seite gelegt. Dabei darf der Text der Einladung auch gerne etwas lockerer formuliert sein und dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Auch ein kleiner Reim oder ein Gedicht eignen sich, um bei Einladungen im Text die Vorfreude auf die große Feier zu wecken.

Verfassen Sie Ihre Hochzeitseinladungen so, dass im Text zunächst die freudige Botschaft verkündet wird. Wählen Sie persönliche Worte, besondere Ereignisse, die Familie und Freunde kennen oder andere Besonderheiten, die Ihre Liebe auszeichnen. Auf die Ankündigung zur Vermählung kann nun ein Zitat oder ein Spruch zum Thema Liebe und Eheglück folgen. Der Hauptteil der Einladungen ist der Text zur den Fakten (Ort, Zeit) und wichtigsten Informationen der Feier (Dresscode, Motto, Geschenke, Adressen und Kontakte wie Trauzeugen). Gliedern Sie Ihre Einladungen am besten so, dass Sie eine Seite der Karte für die Ankündigung der Hochzeit und reservieren und die andere Seite der Karte mit den wesentlichen Informationen zum Ablauf der Feier versehen.

Einladungen – Textbeispiele zur Inspiration

Einen schönen, rund klingenden Hochzeitseinladungs-Text zu schreiben, fällt allerdings vielen nicht leicht. Gut, dass wir einige Text-Beispiele und Passagen für Sie recherchiert haben, die Sie für Ihre Einladungskarten nutzen können. Selbstverständlich können Sie jedes Textbeispiel für Ihre Hochzeitseinladungen nach Belieben anpassen und ergänzen. Achten Sie auf eine persönliche Note, die Ihren individuellen Stil als Paar widerspiegelt!

Einladungen – Texte und Muster für die Einleitung:

Fügen Sie Ihrem Hochzeitseinladungs-Text unbedingt einen Absatz bei, indem Sie um eine Rückmeldung bitten à la „Bitte gebt bis zum ………….. Bescheid, ob ihr kommen könnt.“
Sie können aber auch einen etwas lockereren Ton wählen wie beispielsweise:

„Eines steht fest: Wer nicht absagt, ist dabei!“ oder „Selbstverständlich erwarten wir, dass alle von euch zusagen!
Um jedoch ganz sicher zu sein, bestätigt uns euer Kommen bis zum ………….. !“
Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie Ihrem Hochzeitseinladungs-Text immer Ihre Adresse beifügen, auch eine Telefonnummer ist sinnvoll. Nur wenn Sie die tatsächliche Anzahl der teilnehmenden Gäste kennen, können Sie Ihre Hochzeit auch hinreichend planen!

Zitate und Sprüche zum Verkünden der freudigen Botschaft:

  • Wenn man die Liebe seines Lebens gefunden hat, sollte man daran festhalten.
  • Er sagt JA!
    Sie sagt JA!
    Alles klar: Ehepaar.
  • Zwei Erbsen in einer Schale, das ist doch das Normale. Doch wenn sich Zwei unter Tausenden finden, dann können das nur die Götter ergründen!
  • Mit allem kann ich leben, solange ich mit Dir leben kann…
    für immer und ewig – aber mindestens ein Leben lang. (Jan Delay – Ein Leben lang)
  • Das Glück lässt sich verdoppeln, wenn man es teilt. (Chinesisches Sprichwort)
  • Die schönsten Erinnerungen sammelt man immer zu zweit. (Luise Rinser)
  • Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut,
    sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt. (Antoine de Saint-Exupéry)
  • Liebe ist der Wunsch etwas zu geben, nicht etwas zu erhalten. (Bertolt Brecht)
  • Liebe ist das Einzige, was nicht weniger wird, wenn wir es verschwenden. (Ricarda Huch)
  • Die Liebe entdeckt die Stärke des anderen und kann mit seinen Schwächen gut leben. (Doreen Hartmann)
  • Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben. (Wilhelm von Humboldt)

Einladungen zu gestalten, ist also kein Hexenwerk. Mit unseren Tipps, Gestaltungsvorlagen und Textbeispielen für Hochzeitskarten kreieren Sie eine Einladung, an die sich Ihre Gäste gerne erinnern werden!

Edle Hochzeitstafel

Sitzordnung Hochzeit – Wer sitzt neben wem?

Sie haben noch keinen Plan für die Sitzordnung auf Ihrer Hochzeit? Dann wird es Zeit! Denn so manche Feier ist aufgrund einer undurchdachten Sitzordnung zum Hochzeitseklat geworden. In Hinblick auf die Gäste- und Sitzplatzkonstellation ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wer harmoniert gut mit wem? Welche Streithähne sollte man besser voneinander trennen? Mit unseren Tipps und den passenden Tischkarten wird die Tisch- und Sitzordnung für die Hochzeit ein entspanntes Puzzlespiel.

Die Sitzordnung bei der Hochzeit ist eine wichtige Planungsaufgabe (Foto: © COSPV / Dollar Photo Club)

Die Sitzordnung bei der Hochzeit ist eine wichtige Planungsaufgabe (Foto: © COSPV / Dollar Photo Club)

Tischlein deck‘ dich mit Skizze und Lageplan

Wer die Sitzordnung zur Hochzeit plant, hat in etwa eine grobe Gästeanzahl vor Augen. Mit dieser Hausnummer im Kopf geht es dann an die Locationsuche. Ein passender Festsaal, der mühelos alle Gäste unterbringen kann und ausreichend Platz zum Tanzen bietet, muss gefunden werden. Steht die Hochzeitslocation, sollte sich bei den Verantwortlichen nach den verfügbaren Tischen erkundigt werden. Um welche Tischform handelt es sich? Rund, eckig oder lange Tafeln? Wenn Sie noch nicht wissen, welche Tischform es auf Ihrer Hochzeit geben wird, machen Sie sich am besten erst einmal einen groben Sitzplan für 8er-Tische.
Wichtige Fragen für die Sitzordnung auf der Hochzeit:

  • Sind die Tische rund, oval oder rechteckig?
  • Wie viele Gäste passen an einen Tisch?
  • Wo soll der Brauttisch platziert werden?

Unser Tipp:

Einzelne Post-it-Zettel stehen für die Hochzeitstische und können mit Namen versehen werden (Foto: © puckillustrations / Dollar Photo Club)

Einzelne Post-it-Zettel stehen für die Hochzeitstische und können mit Namen versehen werden (Foto: © puckillustrations / Dollar Photo Club)

Nutzen Sie auch die Expertise der Profis vor Ort. Das Servicepersonal kennt sich nicht nur bestens mit den eigenen Räumlichkeiten aus, sondern hat garantiert auch schon so manche Hochzeit erfolgreich über die Bühne gebracht. Wertvolle Erfahrungen, von denen Sie nur profitieren können!
Machen Sie sich außerdem eine Skizze des Raums und markieren Sie darin die Bühne, Eingänge, Fenster und die Anordnung des Buffets (falls vorhanden). Innerhalb der Skizze können Post-it-Zettel als Platzhalter für die einzelnen Tische beschriftet werden.

Jedes Post-it steht für einen Tisch. Zeichnen Sie einen Kreis auf das gelbe Zettelchen und tragen Sie die Namen der Gäste ein, die potenziell gut zusammen an einen Tisch passen. So gibt es bereits eine grobe Sitzplanung und Gruppen mit geeigneten Tischnachbarn, die im Notfall auch auf andere Tische oder Tafeln verteilt werden können. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Sitzordnung für die Hochzeit auf Karteikarten zu schreiben. Diese können praktisch abgelegt und immer wieder neu sortiert werden, sollte sich etwas an der Konstellation oder Gästeanzahl ändern.

Der Brauttisch als zentrales Element bei der Sitzordnung

Hochzeiten haben Traditionen – und dies ist manchmal auch gut so. So zum Beispiel der Brauttisch. Der Ehrentisch ist standesgemäß der Familie des Brautpaares vorbehalten. Hierzulande sitzt die Braut rechts vom Bräutigam. Neben der Braut sitzt wiederum der Vater des Bräutigams, neben ihm die Brautmutter. Links vom Bräutigam findet seine Mutter Platz und neben ihr der Brautvater. Sprich immer abwechselnd einmal Mann, einmal Frau. Da es heutzutage viel mehr Patchworkfamilien als noch zu früheren Zeiten gibt, ist die Sitzordnung am Brauttisch allerdings nicht mehr so starr zu verstehen und kann natürlich auch variiert werden. Viel wichtiger ist aber die Position des Brauttischs im gesamten Raum. Brautpaare sollten diesen bei der Sitzordnung zur Hochzeit so anordnen, dass sie alles Wichtige im Blick haben. Das Buffet, die Bühne und auch den Eingang, um eintreffende Gäste in Empfang nehmen zu können.

Wer mit wem? Die Gäste innerhalb der Sitzordnung auf der Hochzeit

Wer kann mit wem besonders gut? Welche No-Gos gibt es bei der Gäste-Sitzplanung der Hochzeit? Es ist ratsam, sich hier im Vorfeld Gedanken zu machen, denn auch für die Stimmung auf der Hochzeit ist es wichtig, dass sich Sitznachbarn gut verstehen, tolle Gespräche entstehen oder noch besser: neue Freundschaften geschlossen werden. Sicherlich ist es wenig ratsam, bekannte Streithähne nebeneinander zu platzieren oder Ex-Partner zusammen an einen Tisch zu setzen.

Folgende allgemeine Tipps können bei der Sitzordnung zur Hochzeit beherzigt werden:

  • Setzen Sie Gäste zusammen, die sich schon kennen (z. B. Freundeskreis, Arbeit, Schule, Familie, Hobby etc.).
  • Gruppieren Sie ggf. auch nach dem Alter – das ist gerade bei Hochzeiten mit Kindern geeignet, damit auch die Kleinen Spaß auf Ihrer Feier haben.
  • Statten Sie Kindertische auf der Hochzeit mit Spielzeug wie Papier und Buntstiften aus – auch bei kleinen Geschenktüten kommt bei Kindern große Freude auf!
  • Passen Sie auf bei Singletischen auf Ihrer Hochzeit. Dies kommt in der Regel nicht so gut an. Mischen Sie Singles unter die anderen Gäste und platzieren Sie eventuell noch einen weiteren Single mit an den Tisch.
  • Stimmen Sie die Sitzordnung für die Hochzeitsfeier mit den Eventverantwortlichen der Hochzeitslocation noch einmal final ab!

Tischkarten – Hochzeitstische mit Platzkarten bestücken

Bei den Tischkarten zur Hochzeit gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wählen Sie Tischkarten als große Karten für den ganzen Tisch oder einzelne Platzkarten für den jeweiligen Hochzeitstisch. Bei einzelnen Namenskarten ist somit die Sitzordnung am Tisch konkret von Ihnen vorgegeben, bei Tischkarten mit einer Namensübersicht der Gäste können sich diese ihren Platz am Tisch selbst auswählen. Bei einer sehr großen Hochzeitsgesellschaft lohnt es sich übrigens, eine Tafel mit der Sitzordnungsübersicht direkt am Eingang des Saals aufzustellen. Die Gäste können nach Nachnamen aufgelistet werden und die jeweiligen Tische können zum Beispiel mit einer Nummer versehen
werden. Für die Sitzordnung auf der Hochzeit steht dann hinter jedem Namen die jeweilige Tischnummer.

Tischkarten runden die Sitzordnung auf der Hochzeit ab (Foto: hochzeitskarten-paradies.de)

Tischkarten runden die Sitzordnung auf der Hochzeit ab (Foto: hochzeitskarten-paradies.de)

Tischkarten mit Menükarten kombinieren

Die Tischkarten lassen sich übrigens ideal mit Menükarten kombinieren. Achten Sie dabei auf ein einheitliches Design. Bei uns im Kartenshop können Sie Ihre gesamte Hochzeitspapeterie in einem Look erstellen bzw. aus Designvorlagen wählen. Hier profitieren Sie dann auch von praktischen Mengenrabatten bei größeren Kartenbestellungen. Darüber hinaus gibt es noch andere Möglichkeiten, Gästen ihre Plätze am Tisch zuzuweisen. Ob auf kleinen Schiefertafeln als handgeschriebener Name oder über ein Gastgeschenk wie zum Beispiel ein Mandelsäckchen mit Namenskarte – lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf oder lassen Sie sich von unserem Pinterest-Board für kreative Tisch- und Namenskarten inspirieren!

Die Sitzordnung zur Hochzeit sowie die Namenskarten auf den Tischen sind übrigens vor allem für die die erste Zeit relevant, in der sich die Gäste einfinden. Nach dem Essen – ob nun Menü oder Buffet – ist die Zeit gekommen, zu der sich das Brautpaar unter die Gäste mischt und auch die Gäste selbst untereinander ein wenig Bäumchen-Wechsel-Dich spielen können. Oftmals gibt es jede Menge Überschneidungen oder alte Bekannte an anderen Tischen, mit denen man gerne mal wieder ins Gespräch kommen möchte. Sehen Sie die Sitzordnung zur Hochzeit also nicht ganz so starr, sondern gehen Sie die Planung eher spielerisch an. Wer mit wem und in welcher Konstellation kann in Zusammenarbeit mit Zeremonienmeister oder Trauzeugen zu einem interessanten Austausch werden!

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Hochzeits-Countdown für Ihre Hochzeitsplanung. In der praktischen Hochzeitscheckliste haben wir alle wichtigen Fakten gesammelt. So geraten Sie während Ihrer Planung garantiert nicht in Stress. Hier geht’s zum Download des PDF’s!

Brautpaar hält Händchen

Die 6 unromantischen Vorteile einer Ehe

Versicherungs- und Steuervorteile sind sicher nicht die ersten Gedanken, die einem in den Sinn kommen, wenn es ans Heiraten geht. Doch so unromantisch es klingen mag, eine Hochzeit und Ehe bringen auch jede Menge finanzielle und rechtliche Vorteile mit sich. Wussten Sie, dass Sie als verheiratetes Paar mit der für Sie günstigeren Steuerklasse das Elterngeld monatlich um mehrere Hundert Euro erhöhen können? Welche Ehe-Vorteile noch auf Sie warten, lesen Sie hier:

Die etwas anderen Vorteile einer Ehe (Foto: © Sondem / Dollar Photo Club)

Die etwas anderen Vorteile einer Ehe (Foto: © Sondem / Dollar Photo Club)

1. Ehegattensplitting

Das Ehegattensplitting ist einer der bekanntesten Vorteile einer Ehe. Denn bei einer Heirat können durch das Ehegattensplitting Steuern gespart werden. Bei einem unverheirateten Paar muss jeder Partner sein Einkommen einzeln versteuern. Bei Eheleuten hingegen werden beide Einkommen zusammengerechnet und das Ehegattensplitting wird angewendet:
Beide Jahreseinkommen werden zusammengerechnet. Die Summe wird vom Finanzamt halbiert. Vom halbierten Betrag wird die Einkommensteuer errechnet. Die berechnete Einkommensteuer wird verdoppelt und das Ergebnis ist die Einkommenssteuer, die das Ehepaar schließlich zu zahlen hat.

Beispielrechnung unverheiratetes Paar (ohne Ehegattensplitting)

Das Ehepaar hat zusammengerechnet ein Jahreseinkommen von 80.000 Euro. Ein Partner verdient davon 60.000 Euro im Jahr, der andere Partner die übrigen 20.000 Euro. Ohne das Ehegattensplitting muss das Paar jährlich 19.595 Euro Steuern zahlen.

Beispielrechnung verheiratetes Paar (mit Ehegattensplitting):

Das Ehepaar hat zusammengerechnet ein Jahreseinkommen von 80.000 Euro. Ein Partner verdient davon 60.000 Euro im Jahr, der andere Partner die übrigen 20.000 Euro. Mit der Anwendung des Ehegattensplittings zahlt das Ehepaar eine Einkommensteuer von 17.880 Euro.
Die Beispielrechnung zeigt, dass das Paar durch das Ehegattensplitting 1.715 Euro sparen kann. (Quelle: (c) 2015 Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.)

Besonders viele Vorteile haben verheiratete Paare, bei denen ein Teil wesentlich mehr verdient als der andere. Je nach Höhe beziehungsweise Unterschied der Einkommen können Eheleute durch das Ehegattensplitting mehrere Tausend Euro jährlich sparen. Das Ehegattensplitting gilt seit 2013 übrigens auch für eingetragene Lebenspartnerschaften.

2. Finanzielle Vorteile: Ehe ist auch gut fürs Elterngeld

Auch beim Elterngeld kann sich eine Ehe auszahlen (Foto: © beeboys / Dollar Photo Club)

Auch beim Elterngeld kann sich eine Ehe auszahlen (Foto: © beeboys / Dollar Photo Club)

Verheiratete Paare, die in Richtung Familienplanung gehen, sollten sich ebenfalls über die Vorteile des Ehegattensplittings informieren. Denn wer bald in den Mutterschutz geht, sollte frühzeitig die Steuerklasse wechseln. Die klassische Variante der Steuerklassen-Aufteilung ist bei verheirateten Paaren meist: Er ist in der Steuerklasse III, sie ist in der Steuerklasse V.

Steht Nachwuchs bevor, sollte allerdings darüber nachgedacht werden, von dieser klassischen Aufteilung abzuweichen. So ist es durchaus denkbar, dass die geringer verdienende Frau, die in Elternzeit geht, spätestens neun Monate vor der Entbindung in die Steuerklasse III wechselt. Der Ehemann übernimmt dann die Steuerklasse V. Der Vorteil ist, dass sich vor der Mutterschutzfrist das Nettogehalt der Frau erhöht. Da das Eltern- und Mutterschaftsgeld sich am Nettogehalt der letzten 12 Monate orientiert, erhält die Frau mehr Mutterschaftsgeld und mehr Elterngeld. Auf den Ehemann kommen nun zwar die höheren Abzüge zu, am Jahresende bekommt er jedoch die zu viel gezahlte Lohnsteuer zurück.

3. Gesetzliche Krankenversicherung und Rente

Ein weiterer Vorteil der Ehe liegt unter gewissen Voraussetzungen bei der Rente und Krankenversicherung vor. Sind bestimmte Bedingungen gegeben, erhalten Ehepartner oder Lebenspartner eine Hinterbliebenenrente beim Tod des Partners. In puncto Versicherung ist innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung ein Ehepartner mitversichert, wenn dieser nur über ein geringes oder gar kein Einkommen verfügt. Bei unverheirateten Paaren muss sich hingegen jeder selbst krankenversichern. Auch eine Witwenrente gibt es nicht.

4. Sonderurlaub für die Betreuung erkrankter Ehepartner

Eheleute, aber auch eheähnliche Lebensgemeinschaften, können bis zu 10 Tage am Stück freinehmen, wenn ein akuter Krankheits- oder Pflegefall in der Familie vorliegt. In dieser Zeit kann der Ehepartner sich zum Beispiel um die Organisation der Betreuung des erkrankten Partners kümmern. Der Arbeitgeber muss diesen Sonderurlaub genehmigen. Neben der kurzfristigen Pause können Arbeitnehmer sogar bis zu 6 Monate unbezahlte Pause vom Beruf machen. Hat ein Betrieb mehr als 15 Mitarbeiter, muss der Arbeitgeber der längeren Pause zustimmen. Die Rückkehr in den Job und der Kündigungsschutz sind dem Arbeitnehmer dabei garantiert.

5. Freibeträge bei der Schenkungs- und Erbschaftssteuer

Klarer Vorteil: Niedrige Steuersätze für Verheiratete (Foto: © PeJo / Dollar Photo Club)

Klarer Vorteil: Niedrige Steuersätze für Verheiratete (Foto: © PeJo / Dollar Photo Club)

Bei Schenkungen steht Eheleuten ein Freibetrag von 500.000 Euro zu. Das gilt auch beim Erwerb nach dem Tod. Alle 10 Jahre kann der Freibetrag erneut beansprucht werden. Bei unverheirateten Eheleuten liegt der Freibetrag gerade einmal bei 20.000 Euro. Das kann mitunter bei einem Erwerb nach Tod ein kostspieliges Unterfangen für den Hinterbliebenen werden. Wurde beispielsweise eine Immobilie vererbt, ist jedoch kein weiteres Geld für die Zahlung der Erbschaftssteuer da, kann dies zu finanziellen Schwierigkeiten führen. Nur Eheleute können dem anderen sogar schenkungsfrei und ohne Anrechnung des Freibetrags eine gemeinsam bewohnte Immobilie vermachen.
Ein weiterer Vorteil der Ehe ist in diesem Kontext auch der wesentlich niedrigere Steuersatz. Während Unverheiratete alle Beträge mit einem Steuersatz von 30 Prozent versteuern müssen, ist bei Eheleuten der über den Freibetrag hinausgehende Erwerb lediglich mit diesen Sätzen zu versteuern:

  • bei Summen bis 75.000 Euro mit 7 Prozent
  • bei Summen bis 300.000 Euro mit 11 Prozent
  • bei Summen bis 600.000 Euro mit 15 Prozent
  • bei Summen bis 6 Millionen mit 19 Prozent

6. Erbrecht

Das Erbrecht ist in Zeiten von Patchworkfamilien und anderen Lebensformen ein nicht außer Acht zu lassendes Thema. Dies kann mitunter auch ein Grund sein, selbst im höheren Alter noch mal eine Ehe eingehen zu wollen. Ist einer der Ehepartner nämlich um ein paar Jahre älter und stirbt mit großer Wahrscheinlichkeit auch eher, kann das Erbrecht für den Hinterbliebenen von Nutzen sein. Einzig verheiratete Paare oder eingetragene Lebenspartner können auf das gesetzliche Erbrecht zurückgreifen. Bei einem unverheirateten Paar erbt der Hinterbliebene nur etwas, wenn er im Testament vom Verstorbenen ausdrücklich bedacht wurde. Wurde der unverheiratete
Hinterbliebene nicht bedacht oder erhält er kein Vermächtnis, erben Eltern, Geschwister oder andere Verwandte. Der Vorteil einer Ehe ist hingegen, dass Ehegatten mindestens die Hälfte erben, selbst wenn der Verstorbene Kinder hatte und die Eheleute keinen Ehevertrag geschlossen hatten.

Emotionale Vorteile: Ehe-Benefits mit Langzeitwirkung

Neben diesen doch sehr trockenen und pragmatischen Vorteilen einer Ehe gibt es natürlich noch zahlreiche emotionale Faktoren, die für eine Eheschließung sprechen.

Emotionaler Vorteil: Ehe und Liebe für ein längeres Leben

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Verheiratete länger leben als jene, die alleinstehend sind oder geschieden. Der Grund ist wohl der emotionale Support, der Partnern in einer stabilen Ehe zugutekommt.

Emotionaler Vorteil: Ehe verringert die Wahrscheinlichkeit von Depressionen

Belastende Situationen und Gefühle wiegen oftmals schwerer, wenn man nicht über sie spricht. Die Folge können bei größerem Stress, Problemen oder Angst sogar Depressionen sein. In einer guten Ehe lässt sich nicht nur über Probleme sprechen, oftmals kann gemeinsam auch eine adäquate Lösung gefunden werden. Ein weiterer, noch wichtigerer Faktor ist die regelmäßige Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Der physische Körperkontakt zum geliebten Menschen kann so manchen langen und stressigen Arbeitstag wieder aufwiegen.

Braut unterschreibt Heiratsurkunde

Der neue Ehename – darauf müssen Sie achten

Der neue Ehename macht das Glück perfekt. (Foto: © Selora / Dollar Photo Club)

Der neue Ehename macht das Glück perfekt. (Foto: © Selora / Dollar Photo Club)

Ein gemeinsamer Ehename besiegelt die Liebe des Ehepaares und macht auf einen Blick ersichtlich: Zwei gehören zusammen. Aus zwei wird eins. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn heutzutage sind neben gemeinsamen Familiennamen auch Doppelnamen üblich.
Manch ein Paar entscheidet sich aber auch dafür zu heiraten – und trotzdem jeweils den ursprünglichen Namen beizubehalten.
Kommt ein Kind mit in die Ehe oder wird es nach der Heirat geboren, trägt dieses dann entweder den Nachnamen der Mutter oder des Vaters. Was es in puncto Ehename und Namensänderung nach der Heirat noch alles zu beachten gibt, erfahren Sie hier!

Die Heiratsurkunde und Namensänderung nach der Hochzeit

Der neue Ehename wird auf der Heiratsurkunde vermerkt. Das Glück ist perfekt – Sie sind nun verheiratet. Doch Vorsicht: Wer denkt, dass es damit getan sei, der irrt. Denn mit der Heiratsurkunde ist der neue Ehename noch nicht offiziell. Es müssen noch viele weitere Änderungen vorgenommen werden, wofür die Heiratsurkunde dann als Kopie erforderlich ist. Selbstverständlich hat der ganze Papierkram aber auch noch Zeit bis nach den Flitterwochen. Eine Checkliste mit allen wichtigen Punkten für die offizielle Änderung des Nachnamens nach der Hochzeit gibt es hier:

Sorgenlos ins Eheglück mit der Checkliste für den neuen Ehenamen

  • Die Heiratsurkunde kopieren
    Damit der neue Ehename bei allen Ämtern und Dokumenten vermerkt werden kann, ist die Heiratsurkunde in Kopie erforderlich. Am besten also nach der Hochzeit die Heiratsurkunde gleich mehrfach kopieren – die nächsten Checklisten-Punkte zeigen, wofür sie benötigt werden. Alternativ: Vieles kann heute bereits online erledigt werden. Das Einscannen der Heiratsurkunde kann eine Menge Porto sparen. Sie wird dann einfach per Mail an die betreffenden Stellen geschickt.
  • Den neuen Ehenamen als Unterschrift üben
    Den neuen Ehenamen überlegt man sich natürlich schon vor dem ersten Termin beim Standesamt. Bevor die standesamtliche Trauung stattfindet, sollte die neue Unterschrift also bereits fleißig geübt worden sein. In Vorfreude auf das tolle Ereignis und den neuen Namen werden Sie dies im Vorfeld bestimmt sowieso heimlich getestet haben. Und damit auf der Heiratsurkunde alles schick aussieht, kann es tatsächlich nicht schaden, wenn die Unterschrift durch ausreichend Probe flüssig und rund niedergeschrieben wird.

 

Der neue Ehename will geübt werden: Schreiben, schreiben, schreiben! (Foto: © alena0509 / Dollar Photo Club)

Der neue Ehename will geübt werden: Schreiben, schreiben, schreiben! (Foto: © alena0509 / Dollar Photo Club)

  • Gesetzlich vorgeschriebene Änderungen – der Ehename auf Personalausweis, Reisepass und Co.
    Nach einer Namensänderung durch Heirat müssen offizielle Dokumente wie der Personalausweis und der Reisepass zeitnah geändert werden. Bereits mit der Bescheinigung über die Anmeldung der Eheschließung, die man nach der Terminvereinbarung beim Standesamt bekommt, kann der neue Ausweis beantragt werden. Dazu muss allerdings der künftige Ehename vermerkt sein, außerdem muss ein neues Foto vorhanden sein. Werden der neue Ausweis und der Reisepass rechtzeitig beantragt, können sie abgeholt werden, sobald die standesamtliche Trauung vollzogen ist. So können Frischvermählte bereits mit demselben Nachnamen in die Flitterwochen starten. Die Änderung des Führerscheins ist übrigens nicht zwingend notwendig. Wird der Führerschein mit dem alten Namen behalten, muss bei Kontrollen jedoch zusätzlich der Personalausweis vorgezeigt werden.
  • Banken und Versicherungen informieren
    Über den neuen Namen müssen viele Stellen informiert werden. Arbeitgeber, Banken und Versicherungen stehen hierbei ganz vorne. Ein Blick ins Portemonnaie kann helfen, die wichtigsten Adressen zusammenzustellen. Denn alle ausgestellten Karten, auf denen sich ein Name befindet, müssen erneuert werden. Hinzu kommen Banken, bei denen Kreditverträge oder Lebensversicherungen laufen, sowie Versicherungen aller Art. Auch der Telefonanbieter, der Stromlieferant und die GEZ benötigen die neuen Angaben. Hier kann die eingescannte Heiratsurkunde eine Menge Arbeit und Geld sparen. Oft wird heute keine Kopie in Papierform mehr benötigt, um seine Angaben zu ändern. Bei vielen Firmen können die Angaben zur Person online geändert und die Urkunde als Dokument angehängt werden.
  • Vereine und Kundenkonten
    Viele Menschen haben zahlreiche Kundenkonten, bei denen sie ihre Daten hinterlegt haben. Auch diese sollten nach und nach geändert werden, vor allem, wenn dies die Lieferadresse betrifft. Vereine und Gewerkschaften müssen ebenso informiert werden wie die Bibliothek oder der Zeitschriftenverlag, bei dem Sie Ihre Tageszeitung abonniert haben. Ärzte können nach und nach bei den folgenden Besuchen über den neuen Namen informiert werden. Damit keine Post verloren geht, wenn plötzlich der Name an der Tür nicht mehr stimmt, sollten für eine Übergangszeit sowohl der neue als auch der alte Name an der Tür stehen, bis alle Änderungen vorgenommen sind.
Das Jawort ist gegeben, die Ehe besiegelt. Bei den meisten Eheleuten zeigt der gemeinsame Name, dass sie zusammen gehören. (Foto: © Christoph Hähnel / Dollar Photo Club)

Das Jawort ist gegeben, die Ehe besiegelt. Bei den meisten Eheleuten zeigt der gemeinsame Name, dass sie zusammen gehören. (Foto: © Christoph Hähnel / Dollar Photo Club)

Welcher Name darf es sein?

Bevor der neue Ehename auf die Heiratsurkunde kommt, muss sich das Paar aber zunächst auf den künftigen Namen einigen. Während es lange Zeit üblich und sogar vorgeschrieben war, dass die Frau den Namen des Mannes annimmt, gibt es heute noch weitere verbreitete Optionen. Viele Paare wissen bereits bei der Anmeldung auf dem Standesamt, welchen Namen sie nach der Trauung tragen wollen. Dies ist praktisch, wenn der neue Ausweis bereits im Vorfeld beantragt werden soll. Doch endgültig entscheiden müssen sich Paare erst am Tag der Trauung. Auch eine bereits getroffene Entscheidung zu ändern, ist noch bis zur Trauung möglich. Die Unterschrift unter der Heiratsurkunde wird schon mit dem neuen Namen geleistet. Ist der Name einmal festgelegt, kann er nicht mehr geändert werden. Die einzige Ausnahme: Wenn beide Ehepartner ihre eigenen Namen behalten haben, können sie innerhalb von fünf Jahren nach der Heirat einen der beiden Namen als gemeinsamen Familiennamen auswählen.

Ist jeder Doppelname erlaubt und kann man seinen Namen auch behalten?

Bei der Entscheidung für oder gegen einen Familiennamen haben Paare verschiedene Möglichkeiten. Sie können sich auf einen gemeinsamen Namen einigen, ihre Namen behalten oder einen Doppelnamen wählen. Allerdings darf ein Doppelname nach Heirat laut Namensrecht nur von einem der beiden Partner getragen werden. Vor allem wenn Kinder geplant oder bereits vorhanden sind, sollte die Namenswahl mit Bedacht ausfallen.

Möglichkeiten zur Namenswahl nach der Heirat

Es heiraten Paul Schulz und Erika Müller.

Entscheidungshilfen für die Namenswahl

Ehename
Manche Paare tun sich schwer mit der Entscheidung für den oder die Namen, den oder die sie nach der Heirat tragen wollen. Manche Leute hängen sehr an ihrem Namen, er hat eine besondere Bedeutung oder es gibt bereits Kinder, die den gleichen Namen haben. Stammen diese von einem ehemaligen Partner, kann es bei einer Hochzeit mit Namensänderung passieren, dass die Kinder fortan einen anderen Namen haben als ihre Mutter oder ihr Vater, was viele Eltern nicht wollen. Ein Doppelname kann hier Abhilfe schaffen, wenn beide Eheleute nicht auf ihren Namen verzichten wollen. Wird ein Doppelname gewählt, wird trotzdem einer der beiden Namen als Familienname festgelegt. Diesen Namen erhalten spätere Kinder, die in der Ehe geboren werden, da sie nicht ab Geburt einen Doppelnamen tragen dürfen.

Ausnahmen beim Ehenamen

Bei der Vergabe des Ehenamens gibt es einige Ausnahmen. Hier die wichtigsten Ausnahmen im Überblick:

Doppelnamen als Ehenamen:
Trägt einer der Ehepartner bereits einen Doppelnamen bei der Eheschließung, kann dieser zum Ehenamen werden. In diesem Fall tragen fortan beide Eheleute den gleichen Doppelnamen. Als Familienname kann dieser jedoch nicht festgelegt werden. Gemeinsame Kinder dürfen nur einen der beiden Namen tragen.

Änderung der Namenswahl:
Wird bei der Eheschließung kein Ehename gewählt, behalten beide Partner ihren bisherigen Namen. Innerhalb von fünf Jahren kann einer der beiden Namen auch nachträglich noch zum Ehenamen bestimmt werden. Trägt einer der beiden Partner einen Doppelnamen nach Heirat, kann dieser jederzeit widerrufen werden. Einmal widerrufen, kann der Doppelname nicht wieder angenommen werden. Wurde ein Doppelname als Ehename festgelegt, tragen also beide Partner denselben Doppelnamen, ist eine Änderung des Namens während des Bestehens der Ehe nicht möglich. Eine Namensänderung ist erst nach der Scheidung möglich.

Brautpaar am Strand

Standesamtliche Trauung – die perfekte Location für die Hochzeit

Wie, wo und wen Sie auch heiraten wollen – an einem führt kein Weg vorbei: dem Gang zum Standesamt. Die Trauung muss dabei nicht in der Heimatstadt vorgenommen werden, sie kann auf jedem deutschen Standesamt erfolgen. Auch bei der standesamtlichen Hochzeit müssen Paare allerdings nicht auf große Gefühle verzichten. Denn selbst wenn Sie „nur“ standesamtlich heiraten, gibt es jede Menge traumhafter Locations, um sich das Jawort zu geben.

Wo es die perfekte Location für Ihre Trauung gibt und welche Dokumente Sie für die Heirat auf dem Standesamt benötigen, hier erfahren Sie es:

Alles Wichtige zur standesamtlichen Trauung im Überblick:

Wo gibt es die schönsten Locations für die standesamtliche Trauung?
Was gibt es bei der Anmeldung zur Eheschließung zu beachten?
Welche Dokumente werden für die standesamtliche Trauung benötigt?
Welche Kosten fallen für die standesamtliche Trauung an?

Wo gibt es die schönsten Locations für die standesamtliche Trauung?

Wer standesamtlich heiratet, findet inzwischen jede Menge toller Angebote, die in puncto Feierlichkeit und Ambiente durchaus mit den Locations kirchlicher Trauungen mithalten können. Ob an der Ostsee, in der Haupstadt, in Köln oder im Oberharz – jedes Standesamt hat seine Besonderheiten und seinen ganz eigenen Reiz. Eine Übersicht zu den verschiedenen Standesämtern in Deutschland gibt auf dem nicht-behördlichen Übersichtsportal Standesamt.com. Hier erhalten Paare über die Eingabe der Postleitzahl in der Suchmaske eine Ergebnisliste aller verfügbaren Standesämter in der Wunsch-Stadt ihrer Vermählung. Gleichzeitig helfen die anonymen Bewertungen anderer Paare, einen ersten Eindruck über das jeweilige Standesamt zu gewinnen.

Wer als Paar von einer unvergesslichen standesamtlichen Trauung träumt, sollte die einzelnen Standesämter miteinander vergleichen. Die Unterschiede in Hinblick auf die Atmosphäre können teils sehr groß sein. So spielt auch immer die Architektur des Standesamtes eine bedeutsame Rolle. Wer es modern mag, bevorzugt einen Neubau, wer ein Faible für alte Bauten hat, sehnt sich womöglich eher nach einem Renaissancebau.

Da sich auf die Behörden zunehmend auf die weitergehenden Wünsche von Paaren bei einer standesamtlichen Trauung eingestellt haben, bieten Standesämter inzwischen auch zahlreiche Möglichkeiten für Außentrauungen an. So gibt es also auch die Möglichkeit, sich standesamtlich innerhalb eines Schlosses, im Freien oder in einem historischen Gebäude trauen zu lassen.

Die Top 3 der ausgefallenen Locations für die standesamtliche Trauung

1. Die Leuchtturmhochzeit in Wangerooge

Heiraten in einem alten Leuchtturm – romantischer kann man sich standesamtlich kaum trauen lassen. Das Standesamt Wangerooge ist die ideale Location für die standesamtliche Hochzeit mit maritimem Flair. Im alten Leuchtturm geben sich Paare schon seit fast 20 Jahren das Jawort. Wer sich hier trauen lässt, ist dem siebten Himmel um 150 Treppenstufen näher. Im Anschluss an die Trauung können Paare die Aussichtsplattform des Leuchtturms für Hochzeitsfotos nutzen. Übrigens: Geheiratet wird auf dem alten Leuchtturm nur freitags! Nähere Informationen zu der Leuchtturmhochzeit gibt es auf der Webseite des alten Leuchtturms.

Leuchtturm an einem Sandstrand

Die standesamtliche Trauung in einem Leuchtturm – Wangerooge macht’s möglich! (Foto: © David_Steele / Dollar Photo Club)

2. Heiraten auf dem Berliner Fernsehturm

Heiraten im Wahrzeichen Berlins: Wer eine besondere Bindung zur Hauptstadt hat oder selbst Berliner ist, kann sich im Restaurant des Berliner Fernsehturms das Jawort geben. An jeweils zwei Tagen in der Woche bietet der Fernsehturm Kooperationen mit Standesämtern an. Alle Infos zur Hochzeit in einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt gibt es hier.

3. Die Hochzeit unter Tage

Standesamtlich unter Tage zu heiraten, klingt nicht nur außergewöhnlich, es ist es auch. Das Standesamt Oberharz macht es möglich und arbeitet mit der Berghöhle der Stadt zusammen. In der Baumannshöhle befindet sich die deutschlandweit einzige unterirdische Naturbühne: der Goethesaal. Hier können sich Brautpaare zwischen Stalagmiten und Stalaktiten das Jawort geben und sich von einem malerischen Ambiente verzaubern lassen. Die Grundgebühr für die standesamtliche Hochzeit im Goethesaal liegt bei 350 Euro zuzüglich der Mehrwertsteuer. Die Trauungen finden außerhalb der regulären Besuchs- und Führungszeiten statt. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage der Harzer Höhlen.

Hochzeitsredner für die freie Trauung

Ob an der See, unter Tage oder mit Weitblick – die standesamtliche Trauung muss also nicht zwangsläufig auf einem Standesamt vollzogen werden. Wer es ausgefallen liebt, findet auch bei der Standesamt-Hochzeit Mittel und Wege. Eine Liste über freie Theologen und Hochzeitsredner finden Sie hier. Bei der Wahl der Location für die standesamtliche Hochzeit kommt es nämlich auch auf den Redner an. Denn die Persönlichkeit des Standesbeamten kann eine Hochzeit maßgeblich beeinflussen. So ist es empfehlenswert, sich im Vorfeld über die Ansprache Gedanken zu machen und zu überprüfen, ob der jeweilige Standesbeamte zu einem passt. Auch hier gilt nämlich: Die Chemie muss stimmen! Klären Sie außerdem, ob bei der Trauung Musikbegleitung, ein persönliches Eheversprechen und Tiere erlaubt sind. So kann es am wichtigsten Tag im Leben eines Paares zu keinen unangenehmen Überraschungen kommen.

Die Anmeldung zur Eheschließung für die standesamtliche Trauung

Was früher noch unter dem Namen „Aufgebot“ geläufig war, nennt sich heute „Anmeldung zur Eheschließung“. Maximal 6 Monate vor der Trauung kann die Anmeldung auf dem Standesamt des Erst- oder Zweitwohnsitzes vorgenommen werden. Wer bereit jetzt seinen Wunschtermin kennt, der beispielsweise eine Schnapszahl beinhaltet oder ein besonders einprägsames Datum ist, kann diesen auch schon vorher reservieren lassen. Spätestens zwei Wochen vor der Eheschließung sollte die persönliche Anmeldung auf dem Standesamt erfolgt sein.

Welche Dokumente werden für die standesamtliche Trauung benötigt?

Wissen Sie, welche Dokumente für die standesamtliche Hochzeit benötigt werden? Bevor standesamtlich geheiratet werden kann, muss dem Standesamt formell einiges vorliegen. Damit Ihnen unnötige Laufereien erspart bleiben, finden Sie hier unsere Checkliste fürs Standesamt. Welche Dokumente genau vorgelegt werden müssen, hängt von der jeweiligen Lebenslage ab. Unerlässlich sind folgende Unterlagen:

Ein Stammbuch der Familie

Stammbuch der Familie (Foto: © Kehli / Dollar Photo Club)

  • Reisepass oder Personalausweis
  • beglaubigte Abschrift des Familienbuchs, der Abstammungsurkunde der Eltern oder die Geburtsurkunde
  • Personalausweis oder Reisepass der Trauzeugen (falls vorhanden)

Abhängig von der Lebenslage können diese Dokumente zusätzlich erforderlich sein:

  • Aufenthaltsbescheinigung
  • Ehefähigkeitszeugnis (bei ausländischen Mitbürgern)
  • Scheidungsurkunde (falls ein Teil bereits verheiratet war)
  • Geburtsurkunde von Kindern und die entsprechenden Regelungen zum Sorgerecht
  • Dokumente zu akademischen Graden

Informieren Sie sich zur Sicherheit bei Ihrem jeweiligen Standesamt über die einzureichenden Dokumente. So sind Sie auf der sicheren Seite.

Welche Kosten fallen für die standesamtliche Trauung an?

Die Kosten für die standesamtliche Trauung sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hoch. Auf der Webseite des jeweiligen Bundeslandes finden Paare die entsprechenden Informationen über die Gebühren beim Standesamt. Im Regelfall kostet eine Eheschließung auf dem Standesamt rund 40 Euro. Zusätzliche Kosten kommen auf Paare zu, die in einem anderen Standesamt heiraten möchten als dem für die Anmeldung zuständigen Standesamt. Wer außerhalb der regulären Öffnungszeiten heiraten möchte, muss ebenfalls mit Zusatzkosten rechnen.

Gleichermaßen sind Trauungen außerhalb der Amtsräume mit Mehrkosten verbunden. Zum einen wird beim Standesamt eine Zusatzgebühr erhoben, zum anderen kostet die Location für die standesamtliche Trauung natürlich ebenfalls etwas.

Auch die Dokumente über die Eheschließung kosten Geld. In Berlin werden beispielsweise für die Eheurkunde 10 Euro fällig, für jede weitere Urkunde 5 Euro und für eine internationale Eheurkunde 10 Euro.

Der Ablauf der Trauung auf dem Standesamt

Auch eine standesamtliche Hochzeit orientiert sich an festen Ritualen. Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht zum zeitlichen und inhaltlichen Ablauf einer Trauzeremonie:

Sektgläser

Der Sektempfang nach der Trauungszeremonie (Foto: © ilfotokunst / Fotolia)

Dauer der standesamtlichen Hochzeit

Die standesamtliche Trauung dauert meist zwischen 20 und 45 Minuten

Begrüßung durch den Standesbeamten

Es ist üblich, dass der Standesbeamte zunächst mit der Begrüßung beginnt und dann in die Feststellung der Personalien übergeht. Hier sollten die Personalausweise bereitgehalten werden.

Rede oder feierliche Ansprache

Auch eine kurze, feierliche Ansprache des Standesbeamten kann im Rahmen der standesamtlichen Trauung stattfinden. Sie bringt neben den bürokratischen Abwicklungen einen Hauch Romantik in die Trauung.

Eheschließungsformel

Bei beidseitiger Bejahung der Frage, ob das Paar die Ehe miteinander eingehen möchte, folgt die Eheschließungsformel durch den Standesbeamten.

Ringtausch und Kuss

Nach dem Austausch der Ringe und dem beidseitigen Jawort darf sich das Ehepaar küssen.

Ehegelübde

Auf Wunsch kann die Trauzeremonie ähnlich wie bei einer kirchlichen Hochzeit mit einem Ehegelübde enden.

Ehebucheintrag

Nun folgen die Unterschriften der Eheleute ins Ehebuch. Gibt es Trauzeugen, müssen auch diese eine Unterschrift leisten. Im Anschluss wird die Heiratsurkunde vom Standesbeamten unterschrieben und samt Familienstammbuch dem Brautpaar überreicht.

Gratulation der Gäste

Nachdem die Unterschriften geleistet wurden, dürfen auch die Gäste dem frisch vermählten Paar gratulieren. Ob im kleinen Kreis oder mit einer größeren Gesellschaft, nach dem Standesamt findet in der Regel ein festliches Essen, eine Feier oder ein Brunch statt.

Feierlicher Auszug aus dem Standesamt

Wer es einen Hauch romantischer mag, kann den letzten Part der Eheschließung und der Gratulation der Gäste auch musikalisch begleiten lassen. Ob live oder vom Band – wichtig ist in jedem Fall, dass Sie die Details mit Ihrem Standesbeamten im Vorfeld besprochen und sich genehmigen lassen haben.

Braut mit Trauzeuginnen

Checkliste für Trauzeugen

Das Brautpaar hat Sie als Trauzeuge auserkoren und eigentlich wissen Sie gar nicht so recht, was auf Sie zukommt? Mit unseren Checklisten, Tipps und Ideen werden Sie diese Aufgabe nicht nur mit Bravour meistern, sondern auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ob Trauzeuge/Trauzeugin oder Zeremonienmeister – wir haben für jeden den richtigen Plan parat!

  • Checkliste für Trauzeugen
  • Spezielle Aufgaben der Trauzeugin
  • Spezielle Aufgaben des Trauzeugen

Checkliste für Trauzeugen

Als Trauzeuge oder Trauzeugin ausgewählt zu werden, ist eine große Ehre. Das Ganze ist aber auch eine ernstzunehmende, bedeutungsvolle Aufgabe. Während der Zeremonie der Eheschließung kommt den Trauzeugen die Aufgabe zu, die Ehe zu „bezeugen“. Das bedeutet, dass bei der Trauung auch eine Unterschrift durch den oder die Trauzeugin geleistet wird, die die Eheschließung bestätigt.

Nichts ist unangenehmer, als wenn an dem großen, bedeutungsvollen Tag X etwas schief läuft. Für alle eiligen Trauzeugen, die auf der Suche nach schneller Organisation und Tipps sind, gibt es hier die wichtigsten Punkte in einer Checkliste für Trauzeugin und Trauzeuge zum Abhaken:

  • Gültiger Personalausweis

    Nichts ist peinlicher als ein ungültiger Personalausweis, wenn als Trauzeuge die Unterschrift geleistet werden soll. Deshalb unbedingt rechtzeitig auf Gültigkeit prüfen!

  • Organisatorische Unterstützung

    Die Unterstützung der Eheleute bei den Hochzeitsvorbereitungen fällt natürlich auch ins Aufgabenfeld der Trauzeugen. Eine Checkliste hierfür kann sehr hilfreich sein: Hilfe bei der Gestaltung kreativer Hochzeitskarten, das Brautkleid aussuchen beziehungsweise den Hochzeitsanzug kaufen, die Junggesellenabschiede oder den Polterabend vorbereiten, die Hochzeitsgesellschaft kontaktieren und Gestaltungsmöglichkeiten für die Hochzeitsfeier und Überraschungen für das Brautpaar absprechen etc.

  • Planung und Erstellung einer Geschenkeliste

    Das passende Hochzeitsgeschenk zu finden, bereitet vielen Hochzeitsgästen Sorgen. Was benötigt oder wünscht sich das Brautpaar wirklich? Wie viel Geld soll ich schenken? Als Trauzeugen können Sie die Hochzeitsgesellschaft bestmöglich unterstützen, indem Sie im Vorfeld als engster Vertrauter des Paares in Erfahrung bringen, was gebraucht und gewünscht ist. Ein E-Mail-Verteiler der geladenen Gäste sollte erstellt werden und schriftlich festgehalten werden, wer was schenken kann beziehungsweise ob und wie am besten für ein großes Geschenk zusammengelegt werden kann.

  • Koordination der Spiele und Überraschungen während der Feier

    Nicht jedes Brautpaar ist über Spiele während der Hochzeitsfeier erfreut. Finden Sie heraus, welche Abendgestaltung das Brautpaar bevorzugt und teilen Sie es der Hochzeitsgesellschaft rechtzeitig mit. Wenn keine Spiele erwünscht sind, können die Gäste andere Überraschungen wie zum Beispiel Vorstellungen planen. Ein selbst einstudiertes Hochzeitslied, eine Choreografie oder eine Video-Vorstellung – es gibt diverse Möglichkeiten, dem Brautpaar die Feier unvergesslich zu machen. Jede noch so kleine Überraschung, Geste oder schriftliche Aufmerksamkeit wird dem Paar große Freude bereiten.

  • Hochzeitsprobe in der Kirche

    Bei einer kirchlichen Trauung ist – wie auch bei einer standesamtlichen Trauung – ein Zeitplan einzuhalten. Daher sollte im Vorfeld die Zeremonie geprobt werden. Als Trauzeuge können Sie beispielsweise einen Spruch für das Brautpaar aufsagen, eine sogenannte Fürbitte. Zudem können Sie bei den Proben besprechen, wie die Kirche geschmückt werden soll, ob ein kleines Kirchenheft oder Karten erstellt werden sollen oder wer Luftballons besorgt.

  • Eine Rede für das Brautpaar

    Trauzeuge oder Trauzeugin tragen bei der großen Feier meist ein paar persönliche Worte über das Brautpaar vor. Wie sie sich kennengelernt haben und was sie dem Paar für die Zukunft wünschen – was gesagt wird, kann ganz individuell ausgeschmückt werden, wichtig ist, dass es von Herzen kommt und die Hochzeitsgäste möglicherweise sogar emotional ein wenig berührt.

  • Dekoration für die Hochzeit

    Zwar möchte jedes Brautpaar die Dekoration für die Hochzeit ganz persönlich und individuell gestalten, dies ist aber mit jeder Menge Arbeit verbunden. Helfen Sie als Trauzeuge mit einer Checkliste für die Dekoration: Wie viele Tischkarten oder Menükarten müssen gedruckt werden? Soll es kleine Gastgeschenke geben? Sie kennen einen tollen Floristen? Auch das kann dem Hochzeitspaar eine große Erleichterung sein, denn gerade der Blumenschmuck soll auf einer Hochzeit perfekt sein.

  • Am Tag der Hochzeit tatkräftig mit anpacken
    Damit das Paar den großen Tag genießen kann, sollten Sie ihm so viel wie möglich abnehmen und es tatkräftig unterstützen. Sorgen Sie dafür, dass das Catering läuft, alle Gäste gut versorgt sind, miteinander bekannt gemacht werden und achten Sie auch darauf, dass wichtige Technik wie zum Beispiel die Musikanlage oder das Mikrofon funktioniert.

Spezielle Aufgaben der Trauzeugin

Das Brautkleid-Shopping:

Als Trauzeugin ausgewählt zu werden, ist für die meisten eine große Ehre. So hat man das Leben und die Liebe der möglicherweise besten Freundin schon viele Jahre begleitet und darf nun Teil eines großen neuen Lebensabschnitts werden. Trauzeuginnen beraten und unterstützen nicht nur im organisatorischen Bereich, sondern auch in emotionalen Dingen. So ist beispielsweise die Suche nach dem Brautkleid eine besonders emotionale Angelegenheit für angehende Bräute und fällt damit in den besonderen Aufgabenbereich einer Trauzeugin.

Tipps für den Brautkleid-Kauf:

Treffen Sie im Vorfeld eine Vorauswahl infrage kommender Brautkleid-Handlungen. Machen Sie sich einen Fahrplan, wo Sie mit der Suche beginnen und planen Sie zeitlich großzügig. Optional bieten sich für den Kauf des Brautkleids auch Hochzeitsmessen an. Hier sind alle renommierten Brautkleidhersteller vertreten, und Sie können praktischerweise von einem Stand zum nächsten wandern, ohne am Ende des Tages schmerzende Füße zu haben. Sorgen Sie außerdem für eine ganz besondere Atmosphäre am Tag des Brautkleid-Shoppings. Packen Sie einen kleinen Picknick-Korb ein und besorgen Sie einen Prosecco oder Champagner zum Anstoßen nach dem erfolgreichen Brautkleid-Shopping. Wichtig: Stecken Sie auch eine Packung Taschentücher ein, denn bei dem Anblick im Spiegel in dem Traum-Brautkleid können einem schon mal die Tränen kommen!

Der Junggesellinnenabschied:

Auch der Junggesellinnenabschied fällt in das Aufgabenfeld der Trauzeugin und ist somit sorgfältig zu planen. Sie als engste Vertraute wissen am besten, wie sich die zukünftige Braut diesen Abschiedsabend vorstellt: Mit einer illustren Horde an Freundinnen in einem Club mit den Chippendales oder im engsten Kreis einen Tag Wellness erleben und die Seele baumeln lassen? Wichtig ist, dass Sie aus der Braut herauskitzeln, ob sie eher feiern möchte oder es lieber ruhig und entspannt bevorzugt. Andernfalls kann die Stimmung schnell mal kippen und Ihre Mühe und Planung ist umsonst gewesen. Zudem muss klar sein, welche Freundinnen an diesem Abend dabei sein sollen. Damit es zu keinen Reibereien kommt, fragen Sie die Braut am besten ganz direkt selbst. So machen Sie garantiert nichts falsch.

Frisur, Make-Up und Outfit der Braut:

Heute ist sie Prinzessin – tragen Sie dazu bei, dass Ihre Freundin sich an diesem großen Tag einzigartig und bezaubernd schön finden wird. Helfen Sie bei der Wahl von Frisur und Make-up und beraten Sie auch in puncto Schmuck, Schleier und Co. Bei so viel Stress fehlt es der Braut häufig an einem klaren Blick für das Wesentliche und auch die Entspannung vor der Hochzeit kommt meist zu kurz. Sie sind Ihrer Freundin eine großartige Stütze, wenn Sie sie im Vorfeld von kleinen Beauty- und Wellness-Sessions überzeugen und ihr die nötige Gelassenheit für ausreichenden Schönheitsschlaf verschreiben.

Spezielle Aufgaben des Trauzeugen

Der Anzug für den Bräutigam:

Als Trauzeuge gehört es in Ihr Aufgabenfeld, den Anzug für den Bräutigam mit auszusuchen. Dank unserer Checkliste für Trauzeugen wissen Sie ja, dass sich die Trauzeugin mit der Wahl und dem Kauf des Brautkleids befasst. Nun ist es also ihre gemeinsame Aufgabe, Brautkleid und Anzug perfekt aufeinander abzustimmen – natürlich ohne, dass der Bräutigam auch nur einen Fetzen des Brautkleids vor der Hochzeit zu Gesicht bekommt! Lassen Sie sich von der Trauzeugin ein Bild des Brautkleids schicken oder eventuell ein Farbmuster, damit Sie beim Kauf des Anzugs die dazu passenden Gegenstücke für den Bräutigam auswählen können.

Die Trauringe:

Am großen Tag tragen Sie die Trauringe. Während die Trauzeugin der Braut vor dem emotional bewegendsten Moment den Brautstrauß abnimmt, überreichen Sie die Ringe. Damit auch hier nichts schiefläuft, lassen Sie sich vom Brautpaar den genauen Ablauf erklären, denn dies wird im Vorfeld mit dem Pfarrer beziehungsweise dem Standesbeamten genau abgestimmt.

Braut unterschreibt Heiratsurkunde

Heiraten: Rechtliches und Formales

Die Hochzeit steht kurz bevor – vom Traumkleid über die Blumendekoration bis hin zur Playlist für die Party ist alles perfekt organisiert. Vor der standesamtlichen und der kirchlichen Trauung gilt es allerdings, einige Formalitäten zu regeln. Wer behält beziehungsweise ändert seinen Namen? Wird ein Ehevertrag aufgesetzt? Was bedeutet Gütertrennung genau? Und welche Dokumente muss ich zum Standesamt mitbringen? Kurzum: Auf das Brautpaar warten vor dem Heiraten Behördengänge und jede Menge Bürokratie und Hochzeitsvorbereitungen. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Formalitäten vor der Hochzeit: Die Dokumente für das Standesamt

Zur Anmeldung der Hochzeit beim Standesamt müssen beide Partner persönlich erscheinen. Zudem ist zu beachten, dass die Anmeldung zur Trauung mit der Zahlung von Gebühren einhergeht. Welche Unterlagen muss ein künftiges Brautpaar vorlegen, damit es standesamtlich getraut werden kann? Folgende Dokumente sollten bereits mitgebracht werden, wenn beide das Aufgebot bestellen:

Allgemein:

  • Personalausweis oder Reisepass beider Partner
  • Beglaubigte Abschrift des Geburtenbuches
  • Aufenthaltsbescheinigung vom Einwohnermeldeamt

Sonderfälle:

  • Besitzt einer der beiden Partner nicht die deutsche Staatsangehörigkeit, muss seine Staatsangehörigkeit nachgewiesen werden.
  • Wer bereits geschieden bzw. verwitwet ist, muss eine Scheidungsurkunde bzw. eine Sterbeurkunde des ehemaligen Partners mitbringen.
  • Hat einer der Partner bereits Kinder aus einer früheren Ehe, wird ein vermögensrechtliches Auseinandersetzungs-Zeugnis benötigt.
  • Wurde einer der beiden Partner adoptiert, verlangt das Standesamt in der Regel weitere Dokumente. Dies kann am besten – wie alle anderen Fragen auch – vorher telefonisch abgeklärt werden.

Die Trauung muss innerhalb eines halben Jahres nach der Anmeldung im Standesamt erfolgen. Rechtlich gesehen ist es nicht mehr erforderlich, Trauzeugen mitzubringen, doch folgen noch immer viele Paare dieser Tradition.

Berufliche Veränderungen nach der Heirat

Zunächst bringt eine Heirat steuerliche Veränderungen mit sich. Nach der Vermählung aktualisiert das Finanzamt die Lohnsteuerklasse: Der Partner, der das höhere Gehalt verdient, hat dann meist die Steuerklasse 3, der geringer verdienende die Steuerklasse 5. Verdienen beide gleich viel, empfiehlt sich für beide die Steuerklasse 4. Auch im Beruf warten Formalitäten nach der Hochzeit: Wer im Büro Visitenkarten nutzt, muss sich neue drucken lassen. Auch muss der Arbeitgeber über die Veränderungen bei der Krankenkasse informiert werden. Darüber hinaus muss der frisch Verheiratete eine neue E-Mail-Adresse für seinen Arbeitsplatz erhalten, sofern eine Namensänderung vorliegt, da die E-Mail-Adresse oft aus Vor- und Zunamen oder den Initialen und dem Firmennamen besteht.

Private Veränderungen nach der Hochzeit

Nach der Trauung warten im privaten Bereich einige Formalitäten nach der Hochzeit. Das wichtigste ist nach der Heirat, seinen Personalausweis aktualisieren zu lassen, dies geschieht beim zuständigen Einwohnermeldeamt unter Vorlage der Heiratsurkunde. Verfügen die frisch Vermählten über einen Telefonbucheintrag, muss dieser ebenfalls aktualisiert werden. Auch Fahrzeugbrief und Führerschein müssen neu ausgestellt und die Angaben bei Sparkassen oder Banken geändert werden. Nach einer Hochzeit gibt es Veränderungen in der Erbschaftsfolge. Viele Eheleute stellen dem Partner eine Kontovollmacht aus. In puncto Versicherung gibt es für frisch Vermählte gute Nachrichten: Oftmals haben beide Partner jeweils eine eigene Haftpflicht- oder Hausratsversicherung – eine Police für beide genügt. In der Regel werden überflüssige Hausratsversicherungen bereits gekündigt, wenn beide Partner zusammenziehen, oftmals wird dies aber auch vergessen. Auch bei allen anderen Mitgliedschaften im privaten Bereich – sei es im Kegelverein, im Tennisclub oder im Kirchenchor – muss der neue Name bekanntgegeben werden, ebenso wie beim Vermieter. Eine praktische Möglichkeit, Freunden, Kollegen und Verwandten Namensänderungen mitzuteilen, ist die Dankeskarte, die im Anschluss an die Hochzeit versendet wird. Auch eine eventuelle neue Adresse kann dort vermerkt sein, dann sind alle auf dem neuesten Stand.

Heiraten mit Namensänderung – was gilt es zu beachten?

War es früher eine Selbstverständlichkeit, dass die Ehefrau mit der Hochzeit den Nachnamen ihres Mannes annahm, ist diese Regelung mittlerweile längst überholt. Heute haben die frisch Vermählten die Qual der Wahl, was die Namensänderung anbelangt. Grundsätzlich gilt aber in jedem Fall: Drum prüfe, wer sich ewig bindet – auch bei der Namensgebung. Den neuen Nachnamen trägt man im besten Fall nach dem Heiraten bis an sein Lebensende. In vielen Familien spielt es zudem eine große Rolle, ob der Familienname in die nächsten Generationen weitergetragen wird, in anderen wiederum erledigen das die Geschwister und man hat selbst völlig freie Hand in der Entscheidung. Folgende Möglichkeiten haben Verheiratete heute:

  • Die Frau übernimmt ganz klassisch den Nachnamen ihres Mannes. Entsprechend tragen alle Nachkommen diesen Namen ebenfalls.
  • Der Mann nimmt den Familiennamen seiner Frau an. Die Kinder tragen denselben Namen.
  • Einer der beiden Partner (nicht beide) entscheidet sich für einen Doppelnamen. Der andere Partner behält seinen Familiennamen. Die Kinder erhalten ebenfalls nur diesen Familiennamen. Welche Reihenfolge die Namen im Doppelnamen einnehmen, bleibt dem Träger überlassen, viele entscheiden nach der Anzahl der Silben und dem Klang des Doppelnamens. Ein Doppelname ist natürlich nicht möglich, wenn beide Partner zufällig denselben Nachnamen haben.
  • Beide Partner behalten ihren Nachnamen. Auch einige Zeit nach der Heirat können beide noch einen gemeinsamen Namen festlegen, falls sie dies wünschen. Spätestens muss dies aber im Zuge der Geburt des ersten Kindes geschehen.
  • Hatte einer der beiden Partner schon vor der Hochzeit einen Doppelnamen, kann er diesen weiterführen, jedoch nicht zusätzlich den Namen des Partners an den Doppelnamen anhängen.

Ehevertrag – Ja oder Nein?

Einen Ehevertrag kennen viele nur aus der Welt der Celebrities – millionenschwere Stars und Sternchen wollen ihr riesiges Vermögen für den eventuellen Scheidungsfall absichern. Doch benötigen auch „normale“ Verlobte eine solche Regelung? Fest steht: Mit der Scheidungsrate steigt heutzutage auch das Bedürfnis vieler Paare, für den Fall der Fälle Regelungen zu treffen, um Ärger und gerichtliche Streitigkeiten zu vermeiden. Viele lehnen einen Ehevertrag kategorisch ab, sagt eine solche Vereinbarung doch für sie bereits das Scheitern der Beziehung voraus. Andere sehen die Angelegenheit pragmatisch und treffen entsprechende Vorkehrungen, um Formalitäten vor dem Heiraten aus der Welt zu schaffen.

Was genau regelt der Ehevertrag? – Rechtliches zur Hochzeit

Der Ehevertrag enthält Regelungen, wie die Ehepartner bei einer Scheidung oder einem Todesfall gestellt sind. Dazu zählen beispielsweise Unterhaltszahlungen für den Partner und Kinder, Güterstand, Rentenregelung und Vermögensausgleich. Möglicherweise erbt einer der beiden Partner beispielsweise eine Immobilie, die er im Falle einer Scheidung in jedem Fall nicht dem Ex-Partner überlassen möchte. Der Ehevertrag muss nicht ein für alle Mal vor der Hochzeit aufgesetzt werden – es ist ratsam für Paare, den Inhalt des Vertrag je nach Lebenssituation regelmäßig anzupassen. Besonders empfiehlt sich ein Ehevertrag dann, wenn die beiden Partner nicht die gleiche Staatsangehörigkeit haben: Dann regelt der Ehevertrag, welches nationale Recht greift, falls ein Partner stirbt oder eine Scheidung bevorsteht. Im Falle einer Verschuldung eines Partners ist es ratsam, im Ehevertrag festzuhalten, dass jeder nur für seine eigenen Verbindlichkeiten haftet. Ebenso empfiehlt sich der Ehevertrag für Selbstständige, um die eigene Firma im Falle einer Scheidung nicht zu gefährden. Ist einer der beiden Partner bereits geschieden und bringt Kinder mit in die zweite Ehe, sorgt ein Ehevertrag dafür, dass der Nachwuchs aus erster Ehe seinen Platz in der Erbfolge hat.

Was bedeuten Zugewinngemeinschaft und Gütertrennung?

Ohne Ehevertrag leben Eheleute im gesetzlichen Güterstand, also der Zugewinngemeinschaft. Mit einem Ehevertrag können Paare alternativ auch den Stand der Gütergemeinschaft oder der Gütertrennung wählen. In diesem Fall erhält jeder Partner im Falle einer Trennung ausschließlich das, was ihm persönlich gehört. In einem Ehevertrag können verschiedene Varianten des Güterstandes festgehalten werden. So kann beim Güterstand der Zugewinngemeinschaft der Zugewinnausgleich im Scheidungsfall ausgeschlossen, für den Todesfall aber aufrechterhalten werden. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus den Vorteilen der Zugewinngemeinschaft mit den Vorteilen der Gütertrennung. Darüber hinaus können die Eheleute im Ehevertrag den Zugewinnausgleich sowohl im Scheidungs- als auch im Todesfall komplett ausschließen.

Sind alle Formalitäten erledigt, hat das Brautpaar den Kopf frei für die Trauung und kann sich auf den großen Tag konzentrieren. Es soll ja schließlich der schönste Tag im Leben werden – am besten ohne Papierkram!