Eine weinende Braut, peinliche Eskapaden zwischen Familienangehörigen und andere Schwierigkeiten am Hochzeitstag – das muss nicht sein! Allerdings sollte sich jedem Brautpaar bewusst sein, dass es während der Planungsphase und auch am Hochzeitstag durchaus zu Pannen oder Konflikten kommen kann. Diese sind quasi unvermeidbar. Denn wo viele unterschiedliche Personen aufeinander treffen, kommt es meist immer zu kleineren Auseinandersetzungen. Doch welches sind eigentlich die häufigsten Streitpunkte im Rahmen einer Hochzeit und wie können diese vermieden werden? Wir verraten es Ihnen und geben Tipps, wie sich größere Hochzeitskatastrophen vermeiden lassen …

Vermeiden Sie Stress und Querelen am Hochzeitstag (Foto: © alphaspirit / Dollarphotoclub)

Vermeiden Sie Stress und Querelen am Hochzeitstag (Foto: © alphaspirit / Dollarphotoclub)

Achtung, die Gästeliste!

Für die meisten Paare ist die Auswahl der Gäste der schwierigste Punkt auf der Hochzeitsliste. Denn schon in der Planungsphase kann die Gästeliste für die Hochzeitsfeier eine Herausforderung sein. Zum einen, weil die Anzahl der Gäste begrenzt werden muss, zum anderen, weil Tante Monica im privaten Klinsch mit Onkel Stephan liegt. Manche Familienschwierigkeiten wiegen tatsächlich so schwer, dass selbst an einem so schönen Anlass wie einer Hochzeit der Streit nicht beigelegt werden kann. Wichtige Fragen und Tipps für die Erstellung der Gästeliste zur Hochzeit:

  • Gibt es Einschränkungen bei der Anzahl der Gäste aufgrund des Budgets?
    Falls ja, sollten Sie mit Ihrem Partner eine Anzahl an Gästen festlegen, die jeder für die Erstellung einer Prio-Liste nutzen kann. So darf beispielsweise die Braut 25 Wunsch-Gäste auf eine Liste setzen und auch der angehende Bräutigam erhält 25 Stimmen für die Gästeliste. Am Ende wird ausgewertet und abgeglichen.
  • Grenzen ziehen!
    Personen, mit denen Sie seit über einem Jahr nicht mehr Kontakt hatten, müssen am großen Tag nicht mit dabei sein. Auch Verwandte, die man persönlich eigentlich gar nicht kennt, müssen zur Hochzeit nicht eingeladen werden.
  • Was tun mit Streithähnen?
    Gibt es interne Familienstreitigkeiten, kann es auf einer Hochzeit zu unangenehmen Begegnungen kommen. Um größere Eskalationen an Ihrem großen Tag zu vermeiden, können Sie im Vorfeld bei den beiden Streithähnen anrufen und antesten, ob das Kriegsbeil für den Tag der Hochzeit begraben werden kann. Ein dezenter Hinweis, dass dies wünschenswert wäre, dürfte eigentlich reichen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, laden Sie die verfeindeten Parteien einfach wieder aus beziehungsweise gar nicht erst ein.

Achtung, die Sitzordnung auf der Hochzeit!

Die Sitzordnung kann zum Streitpunkt auf der Hochzeit werden (Foto: © PhotoeffectbyMarcha / Dollarphotoclub)

Die Sitzordnung kann zum Streitpunkt auf der Hochzeit werden (Foto: © PhotoeffectbyMarcha / Dollarphotoclub)

Ein gleichermaßen kniffliges Thema ist die Sitzordnung auf der Hochzeit. Wer sitzt mit wem an welchem Tisch und welcher Konstellation? Wie sieht die Anordnung rund um den Brauttisch aus? Welche Form der Tische ist am idealsten?

Grundsätzlich liegen runde Tische bei Hochzeitsfeiern im Trend. Die Anordnung der Tische rund um den Brauttisch hängt jedoch maßgeblich von der Hochzeitslocation ab. Findet eine Feier beispielsweise im Freien statt, eignen sich auch längere Tafeln oder Stehtische im Garten.

Die Sitzordnung auf der Hochzeit kann ein heikles Thema sein. Am Brauttisch nehmen traditionell die Familien um Braut und Bräutigam Platz. Die Braut sitzt rechts neben dem Bräutigam. Der Bräutigam selbst sitzt standesgemäß neben seinen Schwiegereltern. In Zeiten von Patchwork-Familien und Co. ist der Brauttisch jedoch gar nicht mehr so leicht zu planen. Sind Eltern geschieden, kann es mitunter sinnvoll sein, die Ex-Partner NICHT zusammen an den Brauttisch zu setzen. Selbst wenn es nur zwei Stunden eines langen Abends sind, können diese bereits zu lang sein, sodass der Stress vorprogrammiert ist! In diesem Fall lautet der Rat: Brechen Sie mit Traditionen und planen Sie für die Sitzordnung stattdessen verschiedene Familientische. Wer möchte, setzt an den Brauttisch einfach Trauzeuge und Trauzeugin und umgeht somit eventuellen Eifersüchteleien. Denn so wird kein Familienteil benachteiligt und ein harmonisches Hochzeitsessen ist sicher.

Tipp für die Sitzordnung auf der Hochzeit:
Denken Sie auch daran: Sie werden es bei der Sitzordnung eh nicht allen recht machen können. Von daher entspannen Sie sich und machen Sie sich frei von unerreichbaren Ansprüchen.
Tipp für die Anordnung der Tische im Saal:
Setzen Sie Senioren nicht direkt an den Rand der Tanzfläche oder in die Nähe des DJ-Pults. Sie als Brautpaar hingegen sollten von Ihrem Tisch aus direkten Blickkontakt zum DJ halten können.

Sitzordnung auf der Hochzeit: Durchmischen oder nach Freundschaften anordnen?

Heutzutage gibt es bei Hochzeiten kaum mehr feste Regeln, wie etwa bei der Sitzordnung. Die Frage, ob man die Sitzordnung durchmischen kann oder doch eher nach eh schon bestehenden Freundschaften beziehungsweise Bekanntschaften anordnen sollte, ist jedem Brautpaar selbst überlassen. Grundsätzlich ist es natürlich empfehlenswert, wenn sich Sitznachbarn zumindest schon ein bisschen kennen. Gibt es Singles auf Hochzeiten, die Sie gerne miteinander bekannt machen möchten, können Sie auch mal etwas wagen und zwei Fremde an einem gemeinsamen Tisch platzieren. Auch für das Durchmischen spricht einiges. Wichtig ist hierbei jedoch, dass die durchmischten Personen zum Beispiel gemeinsame Interessen haben oder auch in Hinblick auf ihr jeweiliges Naturell zusammen passen. Es gibt doch nichts Schöneres als eine Hochzeitsfeier, auf der neue Freundschaften geschlossen werden oder eine neue Liebe entsteht!

Sitzordnung an den Hochzeitstischen

Den Brauttisch in Hinblick auf die Sitzordnung genau festzulegen, ist durchaus sinnvoll. Bei den übrigen Gästetischen ist es bei mehreren runden Tischen grundsätzlich ausreichend, zu definieren, wer an diesem Tisch Platz nimmt. Wo genau jeder einzelne sitzt, kann dann die Hochzeitsgesellschaft frei entscheiden. Wer allerdings eine lange Hochzeitstafel für die Feier vorgesehen hat, sollte die Sitzordnung konkret mit Namenskärtchen festlegen. Das beschleunigt das Platznehmen und mitunter auch den Service, wenn es um das Servieren der Speisen für beispielsweise Vegetarier geht.

Achtung, Alkohol!

Vorsicht vor Autoritätsverlust durch zu hohen Alkoholkonsum auf der Hochzeitsfeier (Foto: © alenazamotaeva / Dollarphotoclub)

Vorsicht vor Autoritätsverlust durch zu hohen Alkoholkonsum auf der Hochzeitsfeier (Foto: © alenazamotaeva / Dollarphotoclub)

„Einer geht noch!“ – wo, wenn nicht auf einer Hochzeit, feiert man ein rauschendes Fest und stößt auf die Liebe zweier Menschen an!
Ein Sekt hier, ein Aperitif da, kurz noch ein Bier an der Bar mit dem Freund und schon kommen an einem solchen Tag mehr Drinks zusammen, als man eigentlich verträgt.
Mit der zunehmenden Alkoholkonzentration im Blut sinkt allerdings die Hemmschwelle mancher Personen und eine lockere Zunge oder ein nicht mehr so gut funktionierender Gleichgewichtssinn sind die Folge.

Was bei dem einen noch als ganz charmant angesehen wird und zum Schmunzeln aller Anwesenden Gäste führen kann, wirkt im Rahmen der eigenen Familie aber schnell einfach nur peinlich.
Gibt es bestimmte Kandidaten im Familienkreis, auf die in puncto Alkohol besonders Acht gegeben werden sollte? Bitten Sie am besten Bruder oder Schwester oder jemand anderen aus der Familie darum, einen Blick auf die jeweilige Person zu werfen.

 

Autoritätsverlust vermeiden

Aber auch für die Brautleute gilt: Aufpassen mit dem Alkohol! Schließlich möchten Sie an Ihrem Hochzeitstag einen guten Eindruck hinterlassen. Und auch auf den Hochzeitsfotos wollen Sie schließlich glänzen und nicht mit unkontrollierten Gesichtsausdruck auffallen. Vermeiden Sie an Ihrem Hochzeitstag unbedingt einen solchen Kontrollverlust – Sie wollen schließlich nicht mit einem riesen Zoff mit dem Partner in Ihr Eheglück starten, oder?