Eine Frage, die so ziemlich jedes Paar bei der Planung des Hochzeitstages beschäftigt, ist die Hochzeitsfotografie. Tipps und Ideen für schöne und vor allem natürliche Hochzeitsfotos können sowohl von Fotografinnen und Fotografen oder bereits vermählten Paaren eingeholt werden. Denn es soll nicht nur der schönste Tag des Jahres, sondern am liebsten die erinnerungswürdigste Zeit Ihres ganzen Leben werden. Dass dieses unvergessliche Zusammentreffen auch gebührend festgehalten werden muss ist selbstredend. Ein guter Fotograf kann helfen die schönsten und auch die stimmungsintensivsten Augenblicke eindrucksvoll abzulichten, sodass Sie sich selbst Ihre Enkel noch an den hinreißenden Bildern sattsehen können. Wir haben uns ebenfalls umgesehen und stellen hier die Planung und Tipps für die perfekte Hochzeitsfotografie vor.

Braut und Bräutigam mit bunten Luftballons

Tipp für die Hochzeitsfotografie: Seien Sie sie selbst und verstellen Sie sich nicht fürs Foto! (Foto: © drubig-photo – Fotolia)

Checkliste: Wie lässt sich der passende Hochzeitsfotograf finden?

Zugegeben, die Auswahl des Hochzeitsfotografen stellt wohl die schwierigste Aufgabe für die Planung der Hochzeitsfotografie dar. Vom professionellen Fotografen für Hochzeitsfotografie geht ein Großteil des individuellen Stils der Fotos aus.

  • Die Homepage des Fotografen
Auf der Suche nach einem geeigneten Hochzeitsfotografen kann das Internet hilfreich sein. Fast alle Lichtbildner haben eine Homepage, auf der bestenfalls auch schon eine Reihe von Aufnahmen zu sehen sein sollte. Hier lässt sich bereits erahnen, wie das jeweilige Repertoire aufgliedert ist und welche Erscheinung und Wirkung die Bilder des Foto-Experten aufweisen.
  • Sympathie zwischen Brautleuten und Fotografen
Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Punkt, ist die Sympathie. Das Brautpaar und der Fotograf müssen sich unbedingt mögen. Wirklich gelungene Bilder entstehen bei einem guten Zusammenspiel zwischen Fotograf und Modell. Auch wenn während der Hochzeitsplanung meist wenig Zeit für Details und Kleinigkeiten bleiben, empfiehlt es sich den Hochzeitsfotografen im Vorhinein zu treffen, um zu schauen, ob die Chemie stimmt.
  • Nachbearbeitung der Hochzeitsfotografie
Sollten Sie das Angebot bekommen, die Hochzeitsbilder direkt im Anschluss der Feierlichkeiten zu bekommen, lehnen Sie dankend ab. Das mag verlockend klingen, doch eine professionelle Entwicklung impliziert heutzutage auch die Nachbearbeitung am Computer. Der einzige Vorteil entsteht für den Fotografierenden, der viel Arbeit spart, als Ergebnis jedoch auch nur leblose, triste Bilder liefern kann. Üben Sie sich lieber in Geduld, warten Sie die Überarbeitung der Fotos ab und erhalten Sie dafür makellose und mit Leben erfüllte Aufnahmen.

Hochzeitsfotografie: Tipps für den passenden Zeitpunkt des Shootings

Auch kleine, vermeintlich nebensächliche Dinge, können einen gewaltigen Einfluss haben. Beachten Sie unbedingt, dass nicht nur der Hochzeitsfotograf für die perfekte Ablichtung verantwortlich ist. Es kommt bei Hochzeitsfotos auch auf den passenden Moment, das Licht und die Tageszeit an.

Brautpaar auf einer Holzbrücke

Egal wo, die richtige Location sorgt für romantische Gefühle & tolle Shootings (Foto: © Halfpoint – Fotolia)

Fotos über den Mittag? Keine so gute Idee!

Bei einem persönlichen Gespräch mit dem Fotografen wird dieser sicherlich darauf hinweisen, dass es bestimmte Tageszeiten gibt, an denen Aufnahmen nicht empfehlenswert sind. So ist der Zeitraum von 11:00 bis 15:00 Uhr durch die senkrecht stehende Sonne sehr ungünstig. Die Aufnahmen würden überbelichtet und kontrastarm werden. Auch eine Abschattung hilft nicht immer. Eine bessere Zeit ist dagegen in den Morgenstunden bis elf Uhr. Hier sind Sie als Brautpaar noch frisch und entspannt und das Licht ist ideal für Außenaufnahmen.

Perfektion ist langweilig

Einer der vielleicht wichtigsten Hochzeitsfotografie-Tipps: Nichts ist perfekt, irgendwas kann und wird immer schief laufen. Bewahren Sie die Ruhe, ignorieren Sie die drei fehlenden Blumen im Brautstrauß – die Gäste werden nichts bemerken. Ein trauriger Blick oder schlechte Laune sind dagegen schnell sichtbar.

Romantik pur – die Location macht‘s

Auch die Location der Hochzeit beeinflusst die Fotos in entscheidenden Maße. Dabei ist es egal, ob Sie eine alte, wetterfeste Burg in romantisch regnerischer Landschaft, einen sonnigen Park mit blumigen Wiesen und weißen Pavillons oder eine Feier am sonnendurchfluteten Sandstrand mit karibischem Flair bevorzugen – Hauptsache sollte stets Ihr Wohlempfinden sein. Es spielt indes auch keine Rolle, ob die Location den Gästen hundertprozentig zusagt. Der Tag gehört Ihnen, Sie sind glücklich und strahlen das von ganzem Herzen aus. Schon allein das sollte genügen, um auch den Verwandten und Freunden ein liebliches Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Brautkleid wird geschnürt

Hochzeitsfotografie während der „getting ready“-Phase (Foto: © photographmd – Fotolia)

Ablauf der Hochzeitsfotografie & Tipps für tolle Motive

Der Ablauf einer Hochzeit kann in drei aufregende Hauptphasen eingeteilt werden: Die spannungsgeladene Zeit bevor das Ja-Wort gegeben wird, die eigentliche Zeremonie im Standesamt oder in der Kirche und die leidenschaftsreiche Feier in idyllischer Zweisamkeit.
Auch in der Vorbereitungszeit für die Hochzeit können wundervolle Aufnahmen und Schnappschüsse entstehen. So sollte zweifelsohne eine professionelle Visagistin engagiert werden, und „Making-of-Fotos“ der Braut während des Stylings geschossen werden.

Foto-Tipp 1: Behind-the-Scenes-Motive

Gespanntes Warten vor der Zeremonie: Der Bräutigam ist ein Nervenbündel, die Braut ist die Ruhe selbst und die Trauzeugen haben den Überblick über alles Organisatorische – eine gute Zeit um Fotos zu knipsen! Dabei kann mit dem Fotografen vereinbart werden, welchen Teil Sie professionell abgelichtet haben möchten. Beliebt ist die „Getting Ready“-Phase, in der die Braut gestylt wird. Auch die Anprobe des Brautkleides oder der Gang zum Auto sind All-Time-Classics. Doch auch schnelle Schnappschüsse lassen lustige Situationen einfangen und tragen zur psychischen Entlastung der beiden Liebenden bei.

VW Käfer mit Just Married Nummernschild

Ob im Auto nach der Trauung oder beim Hochzeitstanz – bei den Bildern nach der Hochzeit kommt Atmosphäre auf (Foto: © kirill_µ – Fotolia)

Foto-Tipp 2: Emotionen auf dem Weg zum Altar

Allerdings stellt schon allein der berühmte Gang zum Altar ein super Motiv dar. Der Bräutigam steht erwartungsgeladen am Traualtar und sehnt sich nach seiner Liebsten. Dann öffnen sich die Kirchenflügel und die Braut kommt mit ihrem Vater langsam zu ihrem Seelenpartner geschritten. Ein professioneller Fotograf erfasst in diesem Moment atemberaubende Bilder, indem er die beeindruckten und gerührten Gäste gleichwohl wie die stolze Braut einfängt. Das nächste mögliche Motiv könnte der Bräutigam darstellen, der seine Lebensgefährtin gefühlstrunken und verliebt anschaut und sehnlichst die Berührung ihrer Hand erwartet.

Foto-Tipp 3: Freudentränen und Gänsehaut während der Trauung

Dann ist es soweit: Die lang ersehnte Zeremonie beginnt endlich! Jetzt entstehen die mitunter wichtigsten Fotos. Deshalb ist es von erheblicher Bedeutung, vorher mit dem Pfarrer oder Pastor zu sprechen und abzuklären, ob das Fotografieren erlaubt ist. Es kann vorkommen, dass nur aus dem Publikum fotografiert werden darf. In dem Fall kann sich das Brautpaar einfach beim Ringtausch zu den Gästen drehen, damit die Sinnlichkeit und Glückseligkeit der Gesichter gekonnt eingefangen werden kann.

Foto-Tipp 4: Den Gefühlen bei der Feier freien Lauf lassen

Es ist geschafft, Braut und Bräutigam sind den Bund der Ehe eingegangen. Nun wird es Zeit für die Brautjungfern und den Fotografen sich in Position zu begeben. Der Wurf des Brautstraußes stellt ein weiteres Highlight der Festlichkeiten dar, das unbedingt abgelichtet werden muss. Und auch im späteren Verlauf der Feier kommt für den Hochzeitsfotografen dank Hochzeitstorte, offiziellem Fotoshooting, Sektempfang und dem ersten Tanz keinerlei Langeweile auf.

Gelber Bulli mit Brautpaar

Der Fotobulli für ganz viel Liebe und Spaß am Hochzeitstag (Foto: © Nancy Ebert – derfotobulli.de)

Ausgefallene Hochzeitsfotografie: Trends für Hochzeitsportraits und Shootings

Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte und Jahrzehnte haben sich abertausende, glücklich verliebte Menschen das Ja-Wort gegeben. Bei dieser Menge an Hochzeiten sind die verschiedensten Bilder und Motive entstanden und genau das ist die große Besonderheit. Lassen Sie Ihr Hochzeitsfoto genauso einzigartig wie Ihre Liebe zueinander werden. Und auch hier ist es nicht wichtig, sich an Vorgängern oder Altbewährtem zu orientieren – machen Sie Ihr eigenes Ding!

Die Palette an Fotos reicht von den traditionellen Hochzeitsfotos in Schwarz und Weiß bis hin zu bunten, verrückten und kreativen Ablichtungen, die den modernen Zeitgeist verkörpern. Von schlicht bis pompös, von eintönig bis kunterbunt und von jung bis alt – die Gemeinsamkeit liegt im gefundenen Glück.

Paar in einer Photobooth mit Verkleidung

Accessoires und Requisiten machen die Hochzeitsfotografie zu einem Programmpunkt auf der Hochzeitsfeier! (Foto: © derfotobulli.de)

Photobooth: Per Knopfdruck und passender Requisite kreative Fotos schießen

Besonders bei jüngeren Generationen ist die sogenannte Photobooth voll im Trend. Für Trauungen im Freien gibt es mittlerweile auch mobile Foto-Busse, wie zum Beispiel den Fotobulli. Der Vintage VW-Bulli hat eine eingebaute Photobooth und erlaubt dem Brautpaar und den Gästen verrückte und kreative Schnappschüsse von sich zu machen. Das Ganze ist selbstverständlich auch ohne Bulli, nur mit einer Photobooth, möglich.

Die Hochzeitsreportage – eine Foto-Love-Story

Eine moderne und sehr beliebte Form der etwas spezielleren Hochzeitsfotos ist die Hochzeitsreportage. Hier wird die gesamte Hochzeit, vom Ankleiden bis zur Party in Detailaufnahmen abgelichtet und zu einer Geschichte verbunden. Lassen Sie sich als Brautpaar ruhig Zeit und genießen Sie die entscheidenden Momente in vollen Zügen, so hat auch der Fotograf genügend Zeit sich auf die Situation einzustellen und beeindruckende Aufnahmen zu machen.

Einwegkameras oder Polaroid-Kameras: Action für die Gäste

Um die Gäste mehr in die Fotoproduktion einzubinden, können auch Einwegkameras oder Polaroid-Kameras auf den Tischen verteilt werden. Die Gäste können dann je nach Fasson knipsen wann und was sie möchten. Die Einwegkameras erhöhen dabei die Spannung, da bis zur Entwicklung der Fotos das Resultat noch aussteht. Gleichzeitig hat das Brautpaar beim Anschauen der Fotos höchstwahrscheinlich Freudentränen in den Augen und Bauchschmerzen vor lauter Lachkrämpfen. In dieser Hinsicht bieten auch Amateurfotografen einen mehr als gelungenen Beitrag zu unvergesslichen Hochzeitsfotos. Wir wünschen tolle Hochzeitsfotos für die Erinnerungen an den großen Tag und das Happily ever after!