Sie sind schwanger und wollen heiraten? Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Was früher als Tabu galt, ist heute selbstverständlich und absolut keine Seltenheit mehr: schwanger heiraten. Damit Ihre Hochzeit mit Babybauch eine mehr als runde Sache wird, stellen wir heute den Hochzeitsratgeber für die Heirat in der Schwangerschaft vor:

  • Schwanger heiraten – aber wann genau?
  • Das ideale Brautkleid für Schwangere
  • Hochzeitsorganisation in der Schwangerschaft
Brautpaar mit Blumenstrauß

Drei im Glück: schwanger heiraten – ein wundervolles Ereignis (Foto: © Maria Sbytova / Dollar Photo Club)

Auf das Timing kommt es an: Schwanger heiraten

Das Timing ist das A & O einer jeden Hochzeitsplanung. Während jede Jahreszeit ihre besonderen Vorzüge für das Ausrichten einer Hochzeitsfeier hat, spielen bei einer Hochzeit in der Schwangerschaft noch andere individuelle Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel die Schwangerschaftswoche, in der sich die Braut zum Zeitpunkt der Hochzeit befindet. So ist das erste Drittel der Schwangerschaft nur dann zu empfehlen, wenn die Gefahr der Schwangerschaftsübelkeit nahezu ausgeschlossen werden kann. Schwanger zu heiraten, wird eher für das zweite Drittel der Schwangerschaft empfohlen. Zu dieser Zeit fühlen sich Schwangere in der Regel rundum wohl und sind gleichzeitig belastbarer als ganz zu Anfang oder zum Ende der Schwangerschaft. Auch das letzte Drittel ist demnach für die Hochzeit in der Schwangerschaft ungeeignet. In dieser Phase nehmen die körperlichen Belastungen zu und der Geburtstermin ist bereits zum Greifen nah. Schwanger heiraten? Ja – aber am besten im zweiten Drittel der Schwangerschaft!

Schwanger zum Standesamt und 1 Jahr später kirchlich heiraten

Viele, die schwanger heiraten, ziehen zusätzlich eine kirchliche Trauung beziehungsweise eine größere Hochzeitsfeier zu einem Zeitpunkt in Erwägung, wenn das Baby bereits auf der Welt ist.
Die Vorteile sind hierbei zum einen, dass noch vor der Geburt des Kindes geheiratet wird und somit viele rechtliche Aspekte wie zum Beispiel das gemeinsame Sorgerecht geklärt sind. Aber auch finanzielle Aspekte wie das Ehegattensplitting sind nicht außer Acht zu lassen. Denn gerade wenn sich Nachwuchs ankündigt, ist es ratsam, sich rechtzeitig über die Vorteile der einzelnen Steuerklassen zu informieren. Finanziell lohnt es sich, wenn derjenige Elternteil, der die lange Elternzeit beantragt, nach der Hochzeit die Steuerklasse III wählt. Allerdings sollte der Wechsel in die Steuerklasse III spätestens sieben Monate vor der Geburt des Kindes erfolgen.

Rote Herzluftballons vor Wolkenhimmel

Nach der standesamtlichen Trauung können Paare Herzluftballons steigen lassen (Foto: © michaelstephan / Dollar Photo Club)

So gibt es also neben den romantischen auch andere Beweggründe, weshalb es sich lohnt, schwanger zu heiraten. Idealerweise lässt sich eine Heirat mit Babybauch ja auf zwei Phasen aufteilen: Die standesamtliche Hochzeit erfolgt als erstes – mit Babybauch und im engsten Kreise der Familie. Im zweiten Schritt kann dann nach der Geburt des Kindes noch einmal kirchlich beziehungsweise festlich im größeren Rahmen gefeiert werden. Wer also den Traum von einer Traumhochzeit und einem rauschenden Fest hat, muss darauf nicht verzichten, nur weil zunächst schwanger geheiratet wird. Selbst der Abstand von einem Jahr zwischen der standesamtlichen und der kirchlichen Trauung ist vollkommen in Ordnung. So kann dann auch die Braut auf der großen Hochzeitsfeier richtig mitfeiern, tanzen und Alkohol trinken.

Zwei Anlässe, ein Fest: Die Traufe (Taufe + Trauung)

Wer schwanger standesamtlich geheiratet hat, hat außerdem die Möglichkeit, eine spätere kirchliche Trauung mit der Taufe des gemeinsamen Kindes zu verbinden. Bei der sogenannten Traufe wird zum einen während eines Gottesdienstes das Kind getauft und in die kirchliche Gemeinde aufgenommen, zum anderen wird die Ehe während der Trauung geschlossen. Dies hat natürlich den Vorteil, dass zwei besonders emotionale Ereignisse an einem Tag stattfinden können. Der Organisationsaufwand zweier separater Feiern lässt sich auf diese Weise praktisch verringern und auch die Kosen sinken. Wer sich für eine Traufe entscheidet und vorab schon auf dem Standesamt schwanger geheiratet hat, kann sich also nun voll und ganz auf die Ausrichtung dieses tollen Ereignisses konzentrieren.

Wichtig: Bei der Einladung zur Traufe sollten Sie an die wichtigsten Fakten zum zeitlichen Ablauf denken. Ihre Gäste sollten wissen, dass es sich sowohl um eine Taufe als auch um eine kirchliche Trauung handelt, um so auch den zeitlichen Rahmen einkalkulieren zu können. Sie benötigen die passenden Einladungskarten zur Traufe? Über unser Kartenparadies lassen sich wundervolle Einladungskarten für das Dreierglück selbst gestalten: www.hochzeitskarten-paradies.de.

Brautmode für Schwangere – Umstandsbrautkleid und Alternativen

Schwanger heiraten heißt nicht, dass Sie nicht trotzdem atemberaubend aussehen werden. Die Brautmoden für Schwangere haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Denn der Trend zum „Schwanger heiraten“ ist natürlich nicht an der Modeindustrie vorbeigegangen. Ganz im Gegenteil: Umstandsbrautkleider werden immer schöner und auch die Alternativen zum Brautkleid werden immer raffinierter.

Schwanger Braut in Umstandskleid

Umstandsbrautkleid für die Hochzeit während der Schwangerschaft (Foto: © Synelnychenko Dmytro / Dollar Photo Club)

Worauf Sie beim Kauf Ihres Umstandsbrautkleids achten sollten:

  • Kaufen Sie ein Kleid mit „Luft nach oben“. Das Umstandsbrautkleid sollte dem Bauch ausreichend Platz zum Wachsen bieten.
  • Wählen Sie am besten fließende und weiche Stoffe. Sie schmeicheln und sind auch im Sitzen bequem zu tragen.
  • Der optimale Schnitt für das Schwangeren-Hochzeitskleid ist die A-Linien-Form oder der sogenannte Empire-Stil. (Beim Empire-Kleid lassen sich kleine Pölsterchen an der Hüfte und Taille verbergen, der Busen wird betont und kräftigere Beine werden kaschiert).
  • Da auch der Brustumfang im Laufe der Schwangerschaft zunehmen kann, kaufen Sie lieber eine Kleidernummer größer.
  • Auch bei den Schuhen sollten Sie großzügig sein: Kaufen Sie eine Nummer größer als gewohnt, denn in der Schwangerschaft können die Füße und Beine schnell anschwellen.

Hochzeitskleid-Tipp für schwangere Bräute: Den letzten Termin für die Anprobe des Kleides sollten Sie so spät wie möglich wählen. Zwei bis drei Wochen vor der Trauung kann Ihr Bauch nämlich noch einmal kräftig wachsen.

Schwanger heiraten: Tipps für die Vorbereitung und Organisation

Sie sind längst schon in freudiger Erwartung auf Ihr Baby und auch die bevorstehende Hochzeit soll ein unvergesslicher Tag für Sie und Ihre Familie werden. Damit Sie sich in den Monaten der Schwangerschaft trotz Hochzeitsvorbereitungen entspannen können, haben wir für Sie die besten Planungstipps als Checkliste:

  • Schwanger heiraten – Tipp 1: Muten Sie sich nicht zu viel zu!
    Achten Sie darauf, dass Sie sich bei den Hochzeitsvorbereitungen nicht übernehmen. Überlegen Sie im Vorfeld, wen Sie als Hochzeitsmanager zusätzlich engagieren können – am besten jemanden aus dem Familien- oder Bekanntenkreis. Delegieren Sie Aufgaben so gut, wie es geht, und erstellen Sie mit Ihrem Partner eine To-do-Liste, aus der hervorgeht, welche Person für welche Aufgabe zuständig ist.
  • Schwanger heiraten – Tipp 2: Verzichten Sie auf einen zu straffen Zeitplan.
    Eine Hochzeit folgt meist einem klaren Ablauf. Da es aber auch zu Unvorhergesehenem kommen kann, sollten Sie den Tagesablauf so strukturieren, dass nicht gehetzt werden muss. Kalkulieren Sie lieber etwas großzügiger. Schwanger heiraten bedeutet auch doppelte Aufregung.
  • Schwanger heiraten – Tipp 3: Gönnen Sie sich eine Woche vor der Hochzeit Ruhe.
    Überlegen Sie, wen Sie die Woche vor der Hochzeit mit den letzten Aufgaben betrauen können. So können Sie Ihre Batterien auftanken, damit Sie am großen Tag erholt heiraten können. Empfehlenswert sind jetzt Termine bei der Pediküre und Maniküre und ausgiebige Wellness-Anwendungen.