Das Hochzeitsmenü bildet nach der Trauung das kulinarische Highlight der Feier. Umso wichtiger ist es, dass in der Planung dem Bereich Food & Beverage genügend Raum gegeben wird. Nach der Trauung, Fototerminen und dem Rahmenprogramm sind die Gäste oft erschöpft und vor allem hungrig. Das Hochzeitsmenü muss also nicht nur gut schmecken, sondern auch sättigen. Um den Hunger der Gäste und des Brautpaares zu stillen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein kalt-warmes-Buffet, ein kaltes Buffet oder ein 3- oder 5-Gänge-Menü nach Wünschen des Brautpaars sind einige der klassischen Varianten für die Verköstigung bei einer Hochzeit. Wie die Essens-, aber auch die Getränkeplanung konkret aussehen soll, liegt ganz im Ermessen des Brautpaars.

Auf die Location abstimmen

Essen auf Hochzeitsfeier

Die Suche nach dem perfekten Hochzeitsmenü – Tipps und Infos zu Food & Beverage (Foto: © dp3010 – Dollar Photo Club)

Bevor das Hochzeitsmenü geplant und die Suche nach dem passenden Caterer begonnen werden kann, sollte die Hochzeitslocation feststehen. Denn mit dieser muss abgesprochen werden, ob ein externer Caterer gestattet ist. Einige Locations bieten selbst einen Catering-Service für Veranstaltungen in ihren Räumen an oder arbeiten mit festen Caterern zusammen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Location gezielt danach auszusuchen, ob ein externer Caterer möglich ist oder das Hochzeitsessen direkt von der Location bezogen werden kann. Oft ist es preisgünstiger, Location und Caterer separat zu buchen.

Die Suche beginnt – den richtigen Caterer finden

Um ein Hochzeitsbuffet oder ein Hochzeitsmenü ausrichten zu lassen, muss ein geeigneter Caterer her. Dabei gilt es, aus einer unglaublich großen Anzahl von Caterern den richtigen zu wählen. Denn oft sind nicht nur die Unterschiede im Hinblick auf den Preis sehr groß, sondern auch in Hinblick auf die Qualität des Angebots. Das Internet hilft bei der Suche nach einem geeigneten Caterer oder Partyservice in der Nähe. Viele Caterer haben sich spezialisiert, sodass es für die Auswahl hilfreich sein kann, wenn das Brautpaar bereits eine grobe Vorstellung davon hat, wie es den Bereich Food & Beverage ausrichten will. Nach der ersten Recherche im Internet hilft es, Bewertungen der einzelnen Anbieter zu lesen. Zudem kann es hilfreich sein, sich im Freundeskreis umzuhören, ob jemand einen besonderen Caterer empfehlen kann oder von einem bestimmten Anbieter abrät.

Was soll es geben? Klassische Varianten der Hochzeitsverköstigung

Um das Hochzeitsmenü anzurichten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Viele Brautpaare wünschen sich ein klassisches mehrgängiges Hochzeitsmenü, das am Platz serviert wird. Hierbei ist der Personalbedarf höher als bei einem kalten Buffet. Ideen zur idealen Ausrichtung des Essens können auch bei einem Besuch der Location aufkommen. Eine Zwischenform von serviertem Menü für die Hochzeit und Hochzeitsbuffet ist ein sogenanntes Flying-Menü, bei dem Kellner mit einer Speisenauswahl an den Tisch kommen und die Gäste sich am Tisch bedienen können. Dies ist eine praktische Lösung für Locations, bei denen wenig Platz für ein aufwändiges Buffet ist. Soll ein Menü gereicht werden, wird dies von einem externen Caterer zu einem fixen Termin fertig vorbereitet geliefert. Richtet die Location selbst das Menü aus, wird es zum festen Termin bereitet, was je nach Gästezahl einen enormen Aufwand bedeutet, da eine große Anzahl Speisen zum selben Zeitpunkt fertig sein muss. Vorteil bei einem Menü ist, dass die benötigten Speisen genauer kalkuliert werden können und weniger Platz benötigt wird. Ein Buffet hingegen bedeutet weniger Aufwand und ist flexibler. Die Gäste können sich nach Wunsch bedienen und so ihre persönlichen Lieblingsspeisen zusammenstellen. Mit einem kalt-warmen Menü bleiben keine Wünsche offen. Buffetvorschläge können mit dem Caterer individuell abgesprochen werden. Bei der Buffetplanung muss unter anderem der vorhandene Platz berücksichtigt werden, aber auch der zeitliche Ablauf besprochen werden. Denn auch mit guter Kühlung können manche Speisen nicht unbegrenzt lange angeboten werden, was vor allem bei Sommerhochzeiten eine Rolle spielt. Hier eine Übersicht über die Vor- und Nachteile einzelner Ausrichtungsformen:

Liste Pro und Contra

Vor- und Nachteile der verschiedenen Catering-Optionen auf einer Hochzeit

Viele Paare wünschen sich eine gesellige Feier, bei der die Gäste miteinander in Kontakt kommen, während andere strenge Sitzordnungen bevorzugen. Auch dies kann bei der Auswahl der Speisen eine Rolle spielen. Denn ein Menü bringt meist mit sich, dass die Gäste während des gesamten Essens an ihren Plätzen bleiben und sich nur mit ihren Sitznachbarn unterhalten können. Ein Buffet hingegen bildet einen Treffpunkt, an dem alle Gäste die Chance haben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch hier kann eine Mischform die Ideallösung sein: Vor- und Hauptgang können klassisch am Platz serviert werden, während für den Nachtisch ein Buffet aufgebaut wird.

Wer stellt die Deko und das Personal?

Dekorierter Tisch mit Schiefertafel

Die passende Deko zum Hochzeitsmenü (Foto: © ChristArt – Dollar Photo Club)

Damit die Gäste sich rundum wohlfühlen, darf in der Location die passende Deko nicht fehlen. Diese besteht oft aus Blumenschmuck, Stuhlhussen, dekorativ gefalteten Servietten und Platzkärtchen. Vor allem bei der Tischdeko und der Tischwäsche gilt es zu klären, ob der Caterer diese Dinge stellen kann, ob die Location dies übernimmt oder dies separat beschafft werden muss. In Locations, die eigentlich nicht für das Ausrichten von kulinarischen Ereignissen ausgelegt sind, müssen meistens auch Teller und Besteck selbst organisiert werden. Ein guter Caterer bringt auf Wunsch alles mit, was ein Gast an seinem Sitzplatz vorfinden möchte, also Geschirr, Besteck, Gläser, Servietten und Menagen sowie Tischdecken, Platzdecken, Stuhlhussen, Tischläufer und ähnliches. Auch die Personalfrage kann direkt mit dem Caterer geklärt werden. Um die reibungslose Versorgung der Gäste zu ermöglichen, wird Personal benötigt. Die ersten Helfer werden bereits vor der Feier eingesetzt, um Tische einzudecken und das Buffet aufzubauen. Während der Feier müssen entweder Speisen und Getränke serviert werden oder das Buffet zu überwacht werden. Dieses sollte regelmäßig aufgefüllt werden. Auch um zwischendurch abzuräumen und nach der Feier alles wieder in das Ausgangsstadium zu versetzen, werden Helfer benötigt. Das Brautpaar muss also klären, ob der Caterer dieses Personal stellen kann oder ob es anderweitig engagiert werden muss.

Den Durst der Gäste stillen – Kosten genau kalkulieren

Zu einem anständigen Hochzeitsmenü gehören natürlich auch Getränke. Auch hier muss überlegt werden, wie diese organisiert werden sollen. Übernimmt die Getränkeversorgung der Caterer, die Location oder ein dritter Anbieter? Damit alle Gäste glücklich sind, empfiehlt sich eine Auswahl verschiedener alkoholischer und nicht-alkoholischer Getränke. Bei der Kalkulation der Getränke besteht die Möglichkeit, eine Getränkepauschale zu vereinbaren. Je nachdem was diese enthalten soll, kommen Brautpaare jedoch mit einer verbrauchsgenauen Abrechnung oft günstiger weg. Hierbei lohnt es sich, das Trinkverhalten der Gäste ein bisschen im Auge zu haben. Bestehen die Gäste überwiegend aus älteren Leuten oder kommen viele Familien oder Schwangere, hält sich der Alkoholkonsum meist in Grenzen. Wird ein hoher Alkoholkonsum erwartet, kann sich die Getränkepauschale wiederum lohnen.

Die finale Entscheidung – wer kriegt den Zuschlag?

Um sich am Ende für oder gegen einen Caterer zu entscheiden, kann dem Brautpaar eine Checkliste helfen. Dort können alle wichtigen Punkte aufgelistet und die einzelnen Caterer anhand dieser Liste bewertet werden. Empfehlenswert ist es, sich mit mehreren Party-Services zusammenzusetzen, die kulinarischen Wünsche zu besprechen und sich mehrere Angebote einzuholen. Da die gesamten Hochzeits-Kosten vor allem mit dem Preis für das Catering zusammenhängen, sollte dies besonders sorgfältig geplant werden. Üblich ist es, die Kosten für das Essen pro Person festzusetzen. Mit Hilfe einer solchen Pauschalrechnung lassen sich die Kosten im Vorfeld gut kalkulieren. Der richtige Caterer agiert unauffällig im Hintergrund und bietet einen umfassenden Service, der unaufdringlich aber effektiv die Zufriedenheit der Gäste in den Mittelpunkt stellt. Ein weiterer wichtiger Punkt, der auf der Checkliste nicht fehlen darf, sind die Höhe und der Termin für die Anzahlung. Und auch wenn sich niemand wünscht, dass der Fall eintritt, sollte die Frage nach den Stornierungsmöglichkeiten nicht ungestellt bleiben.